Unser Campingjahr 2018 – Teil 1

Ein Jahresrückblick über unser zweites Jahr mit dem eigenen Kasten

… obwohl, eigentlich ist es ein Halbjahresrückblick 😉

Januar 2018

Wir waren gespannt, was das zweite Campingjahr für Erlebnisse bringen würde. Echtes Wintercamping stand nicht an, da wir nicht so die Skifahrer sind. Trotzdem waren wir zu ungeduldig, um auf wärmere Temperaturen zu warten. Also schauten wir, welche Campingplätze in der näheren Umgebung im Winter geöffnet haben. Für Ende Januar war ganz passables Wetter angesagt und so starteten wir in den Odenwald – diesmal auf den Campingplatz “Camping Wiesensee“, am Nordrand von Baden-Württemberg. Vor Ort entpuppte sich die Wettervorhersage dann leider als zu optimistisch. Am Freitag gab es eine Wanderung in der näheren Umgebung, mit viel Regen…

Am nächsten Tag sollte es sonnig werden, aber auch da warteten wir leider vergebens auf das angesagte Wetter. In der Ebene an der Bergstraße und am Neckar hielten sich die Wolken hartnäckig. Aber tapfer wie wir waren, absolvierten wir unsere geplante Radtour von Hemsbach in Richtung Heidelberg zum Neckar und dann über Laudertal zurück (ca. 60km). Bei nur wenigen Grad über Null war das ein kalter Start ins Campingjahr. Trotzdem waren wir froh, endlich mal wieder mit dem Vantourer unterwegs gewesen zu sein. Und auch dem Kastenwagen tat es gut, ein ganzes Wochenende am Strom zu hängen 😉 .


Februar 2018

Im Februar gab es keine Camperreise. Der Winter meldete sich nochmal richtig knackig zurück. Bei bis zu Minus 15 Grad stand der Camper vor der Tür und wir hofften, dass er die Kälte unbeschadet überstehen würde. Wir unterdessen nutzten die Zeit für einen Städtekurztrip nach Hamburg – ganz ohne Camper.


März 2018

Auch im März stand unser Vantourer vor der Tür. Neben dem immer noch anhaltenden Winter lag es vor allem aber daran, dass wir eine Fotoreise nach Island geplant hatten (der ausführliche Reisebericht ist hier und zusätzlich gibt es auch noch eine Galerie der schönsten Fotos).

Das war aber nicht der einzige Grund. Im März gab es für uns die bereits zweite Rückrufaktion. Dabei stellte die Werkstatt fest, dass das Teil aus der ersten Rückrufaktion (letztes Jahr im November) nun leider doch kaputt gegangen war. Das hieß “Stilllegung des Vantourers” und Warten bis die Ersatzteile aus Italien geliefert werden konnten. Sehr ärgerlich, denn eigentlich hatten wir vor, über Ostern (Ende März bis Anfang April) ein paar Tage zu campen.


April 2018

So wie der März geendet hatte, begann der April. Warten auf die Ersatzteile für unseren Camper. Zum Glück hatten wir aktuell keinen größeren Urlaub geplant. Ärgerlich war es aber trotzdem, denn die ersten warmen Wochenenden verstrichen und wir konnten nicht raus. Immerhin nutzten wir die Zeit, unseren Kasten noch ein wenig zu optimieren – wir bauten uns ein Federsystem zwischen Lattenrost und Matratze ein, wovon wir uns besseres Liegen und einen besseren Schlaf versprachen. Mehr dazu in unserem Blogbeitrag “Kastenwagen optimiert – Teil 3“.

 

In der zweiten Aprilwoche dann der erlösende Anruf – Ersatzteil da und auch einen Reparaturtermin konnten wir (nach einigen Diskussionen) recht zeitnah ergattern.

So ging es – endlich, endlich – Mitte April auf einen unserer Lieblingsplätze im Odenwald – nach Hammelbach. Die Hinfahrt erlebten wir noch in strömenden Regen, aber dann erwarteten uns zwei sonnige Tage, die wir mit Wandern (Quellenwanderung – 15km) und einer Mountinebiketour (G1-Tour des Geoparks Odenwald) genossen.

Ende April nutzten wir das verlängerte Wochenende, um mit Freunden zusammen den Süden des Odenwalds bzw. das Neckartal zu erkunden. Unser Lager schlugen wir auf dem schönen Campingplatz “Fortuna Camping” in Binau auf, der sehr schön direkt am Neckar liegt. Direkt vom Platz aus kann man gut wandern und Radfahren. Eine größere Wandertour (ca. 14 km) unternahmen wir bei sehr sommerlichen Temperaturen zur Margarethenschlucht. Am nächsten Tag ging es dann mit den Mountainbikes zur 3-Burgentour – in einer größeren Runde immer mehr oder weniger am Neckar entlang – mal entspannt flach, mal mit ordentlich Höhenmetern.


Mai 2018

Am ersten Mai – dem Feiertag, kamen wir von unserer Campingtour aus dem Neckartal zurück.

Nur eine reichliche Woche später stand die nächste Tour auf dem Plan. Es ging zu einer größeren Familienfeier in’s Burgenland an Saale&Unstrut. Da bei Familienfeiern die Übernachtungen oft eine Herausforderung sind, war es sehr praktisch, dass wir einfach im Camper anreisen konnten. Unser Nachtlager schlugen wir auf dem “Campingplatz am Blütengrund” auf – früher war das mal ein großes Freibad (wo ich, Ulli, auch viele Sommertage meiner Kindheit verbracht habe). Heute ist es ein riesiger Campingplatz – sehr unkompliziert, keine festen Stellplätze, sondern viele Wiesen, auf denen man sich ein idyllisches Plätzchen suchen kann. Der Platz liegt direkt an der Saale-Unstrut-Mündung und bietet damit zum Einen perfekte Radfahr-Möglichkeiten. Aber auch Kanu/Kajak-Touren auf beiden Flüssen sind ab hier möglich. Der Veranstalter “Saale-Unstrut-Tours” liegt direkt neben dem Campingplatz und bietet diverse Touren (inkl. Ausrüstung und Transfer) an. Genau so eine Tour stand als “Familienevent” auf dem Plan: eine 20km Tour mit Kajaks auf der Saale von Großheringen zurück zum Blütengrund.

Auf dem Rückweg aus dem Saaletal gab es noch spontan eine Zwischenübernachtung im Thüringer Wald. Wir hatten Glück – wir bekamen auf dem Campingplatz “Rennsteig Caravaning Valentinsteich” in Finsterbergen den letzten freien Platz. Kein Wunder, dass es hier voll war – es war Samstag, Himmelfahrtswochenende und die Sonne strahlte vom Himmel. Wir nutzten den Nachmittag für eine ca. 10km Tour rund um Finsterbergen.

So wie der Monat begonnen hatte, so ging er auch zu Ende. Feiertag & Camping. Wir starteten am 31.05. (Fronleichnam) zu einer größeren Urlaubsreise durch den Nordosten Deutschlands mit Schwerpunkt Ostsee. Mehr dazu im Juni.


Juni 2018

Die ersten zwei Juniwochen waren wir also im deutschen Nordosten unterwegs. Nach einem ersten Übernachtungsstopp in Thüringen ging es an die Ostsee und zwar auf die Halbinsel “Fischland-Darß-Zingst”. Dort verbrachten wir bei perfektem Wetter eine herrliche Urlaubswoche.

Anschließend ging es ein paar Tage an den Schweriner See, und später noch zwei Tage in den Harz, um bei Sonnenschein den Brocken zu besteigen.

Mehr zu dieser Reise gibt’s in Kürze in einem eigenen ausführlichen Blogbeitrag.

Zurück von dieser Tür stand der Vantourer allerdings nicht lange still vor der Tür. Ende Juni ging es mal wieder in den Odenwald – ja, wir lieben den Odenwald, weil er im Gegensatz zu anderen Freizeitregionen in unserer Umgebung viele tolle Campingplätze hat, von denen aus man prima wandern und mountainbiken kann. Das Wetter war herrlich, mit 30 Grad fast schon zu warm. Während unser Camper im Februar mit -15 Grad also richtig frieren musste, erlebten wir jetzt, wie sich ein Camper mit einer Innentemperatur von 45Grad (zum Glück nur tagsüber) anfühlt.


Auch fürs zweite Halbjahr sind noch diverse große und kleine Campingabenteuer geplant, wir sind gespannt…

Zum Jahresrückblick 2017 -> gehts hier…

 

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