17.06.2025 (Di) – Fahrt in die Bardenas Reales mit Abstecher im Kloster „Monasterio de San Juan de la Peña“
| Campingplatz Start | Camping am Refugio de Bujaruealo, Ordesa NP, Spanien |
| Stellplatz Ziel | Área de Autocaravanas de Arguedas, Spanien |
| gefahrene Kilometer | 314 |
| Wetter | heiß und sonnig |
| Highlights / Wanderung | Kloster "Monasterio de San Juan de la Peña" Fahrt durch die Bardenas Reales |
Heute früh brachen wir am Refugio de Bujaruelo auf und fuhren die Stichstraße wieder hinunter – gleichzeitig hieß das Abschied vom Ordesa-Nationalpark, der uns wirklich begeistert hat. Eine serpentinenreiche Straße brachte uns zunächst nach Biescas, wo wir für einen schnellen Lebensmitteleinkauf und eine Frühstückspause auf einem schattigen Stellplatz stoppten.
Weiter ging es südwestwärts. Hinter Jaca bogen wir auf eine schmale Straße ab, die uns über 11 kurvige Kilometer hinauf zum Kloster Monasterio de San Juan de la Peña führen sollte – darüber hatten wir in mehreren Reiseführern gelesen und waren gespannt.
Am alten Kloster angekommen, stellten wir leicht genervt fest, dass die Parksituation wirklich schwierig war – für unseren Camper absolut keine Chance. Da es auch keine Möglichkeit zum Wenden gab, fuhren wir notgedrungen immer weiter bergauf. Und siehe da: Oben entdeckten wir das „neue Kloster“, das wir sonst vermutlich nie gefunden hätten. Außerdem gab es dort einen großen Parkplatz im schattigen Kiefernwald – perfekt! 😊
Von hier aus führte ein rund 20-minütiger Fußweg hinab zum alten Kloster. Wegen der Siesta von 14 bis 15 Uhr blieben uns für die Innenbesichtigung nur gut 30 Minuten, aber das reichte überraschend gut. Anschließend spazierten wir noch zu einem Aussichtspunkt mit tollem Blick auf die Pyrenäen.
Die Bardenas Reales standen eigentlich von Anfang an auf unserer Reisewunschliste – wir wussten nur nicht, ob wir den Abstecher zeitlich wirklich einbauen können. Gestern entschieden wir dann ziemlich spontan: Wir machen es! Auch wenn extrem hohe Temperaturen angesagt waren. Dafür musste der französische Teil des Pyrenäen-Nationalparks diesmal ausfallen – der kommt einfach auf die Liste für eine nächste Reise.
Unser Plan: Nach dem Klosterbesuch noch bis in die Nähe der Halbwüste fahren und sie dann morgens erkunden.
Da wir aber wegen der Hitze heute einige geplante Stopps entlang der Fahrtstrecke gestrichen hatten, standen wir bereits vor 17 Uhr in Arguedas – bei satten 37 Grad 🤪. Auf einen Stellplatz wollten wir uns so früh noch nicht stellen; der Camper wäre sofort aufgeheizt. Also fuhren wir kurzerhand zum Visitor Center, holten uns Informationen über die Fahrroute und entschieden uns, die 34-Kilometer-Piste gleich heute Abend zu fahren.
Für die Runde rechnet man zwei bis drei Stunden. Eine Stunde vor Sonnenuntergang – heute also um 20:30 Uhr – muss man den Park verlassen. Bei uns wurden es 2,5 Stunden, auch weil wir wegen der Hitze gar nicht so oft ausgestiegen sind.
Der späte Nachmittag war perfekt: Es war kaum noch etwas los, und das Licht wurde mit jeder Minute besser. Die ersten zwei bis drei Kilometer fährt man noch über Asphalt, danach beginnt die Gravelroad – und staubt einen ordentlich ein. Die Gesteinsformationen waren absolut beeindruckend. Wir hatten nicht erwartet, dass das Gebiet so weitläufig und landschaftlich so abwechslungsreich ist. Fotos und Videos machten wir ohne Ende; am berühmtesten Felsen, dem Castildetierra, hielten wir natürlich etwas länger an.
Ein großartiger Ausflug und wirklich sehenswert!
Als wir gegen 20 Uhr den Park verließen, hatte es immer noch 35 Grad.
Wir steuerten den nahegelegenen Stellplatz am Ortsrand von Arguedas an – eigentlich hatten wir nicht damit gerechnet, um diese Zeit noch einen der nur 16 Plätze zu ergattern, aber wir hatten Glück und fanden eine freie Lücke.
Man steht hier eng beieinander am Fuße der Höhlenwohnungen, aber dafür ist der Platz kostenlos. Und heute war das Enge sogar ein Vorteil: Die Fahrzeuge spendeten sich gegenseitig etwas Schatten. Wir rissen alle Fenster auf und saßen draußen auf dem schmalen Platz vor dem Camper.
Zum Abendessen gab es heute nur belegte Brote – die Trittstufe diente als Tisch. Als wir kurz vor Mitternacht ins Bett gingen, waren es im Camper immer noch 28 Grad. Erst im Laufe der Nacht kühlte es zum Glück auf 20 Grad ab.
Unsere Autofahrt als Map:
18.06.2025 (Mi) – Von den Bergen an die französische Atlantikküste
| Stellplatz Start | Área de Autocaravanas de Arguedas, Spanien |
| Campingplatz Ziel | Camping Juantcho, Socoa, Frankreich |
| gefahrene Kilometer | 235 |
| Wetter | sonnig und sehr warm |
| Highlights | Sonnenuntergang am Atlantik |
Da wir uns die Bardenas Reales bereits gestern Abend angeschaut hatten, konnten wir den heutigen Tag ganz entspannt beginnen. Nach der großen Hitze im Camper kühlte es in der Nacht schließlich doch noch angenehm ab – am Morgen zeigte das Thermometer angenehme 20 Grad im Auto.
Gestern Abend hatten wir uns noch einen Campingplatz an der französischen Atlantikküste reserviert. Das war gar nicht so einfach, denn vieles war bereits ausgebucht – man merkt, dass wir uns langsam der Sommersaison nähern.
Eigentlich wollten wir uns am Morgen noch die Höhlenwohnungen direkt hinter dem Stellplatz anschauen, doch dort wurde gerade gebaut: Handwerker waren unterwegs, vieles abgesperrt – also keine Besichtigung. Stattdessen fuhren wir in den Nachbarort von Arguedas, wo wir einen sehr gut sortierten Supermercado fanden – vermutlich den besten auf unserer bisherigen Spanien-Reise. Wir stockten unsere Vorräte auf, tankten nebenan für günstige 1,29 € und dann ging es wieder on the road.
Für die Fahrt Richtung Atlantik wählten wir bewusst nicht den direkten, autobahnlastigen Weg, sondern entschieden uns für eine landschaftlich reizvollere Route über kleinere Straßen, die noch einmal durch die Pyrenäen-Ausläufer der Region Navarra führten (N1720 und N135). Die Landschaft zeigte sich genauso schön wie erhofft: sanfte Hügel, weite Felder und im Hintergrund die Berggipfel. An einem idyllischen See legten wir einen kurzen Stopp ein.
Später wurde die Straße allerdings immer schmaler und kurviger – ganz so viel Kontrast zur Autobahn hätte es dann doch nicht gebraucht 😉. Zum Glück hielt sich der Gegenverkehr in Grenzen. Hinter Roncesvalles erreichten wir den Puerto de Ibañeta, die spanische Passhöhe, und kurz darauf die Grenze nach Frankreich. Die Häuser auf beiden Seiten wirkten typisch baskisch: weiß verputzt mit weinroten Fensterläden – richtig hübsch.
Im bekannten Pilgerort Saint-Jean-Pied-de-Port wollten wir eigentlich noch anhalten, doch es war extrem voll. Die Parkplatzsuche gestaltete sich schwierig (zumindest, wenn man nicht gleich für 24 Stunden auf einem Stellplatz einchecken wollte), außerdem kletterte das Thermometer erneut über die 30-Grad-Marke. Uns zog es ans Meer – also fuhren wir weiter.
Gegen 15 Uhr erreichten wir unseren gebuchten Campingplatz in Socoa, der recht schick oberhalb der Küstenstraße liegt, nur wenige Kilometer vor dem bekannteren Saint-Jean-de-Luz. Unser Stellplatz ist richtig schön: großzügig geschnitten, mit schattenspendenden Bäumen – hier lässt es sich gut aushalten.
Ich, Ulli, machte mich später noch zu Fuß auf den Weg hinunter zum Hafen von Socoa, etwa zehn Minuten vom Platz entfernt. Ein netter, entspannter Ort 😊.
Am späteren Abend bestaunten wir – gemeinsam mit vielen anderen – den Sonnenuntergang oben an der Corniche. Es war ordentlich was los: Autos hielten an, Motorräder parkten, Radfahrer kämpften sich den Berg hinauf und zahlreiche Fußgänger genossen den Ausblick. Ein richtig schöner Abschluss des Tages.
Unsere Fahrt als Map:
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