Tag 20-21: Kloster „Monasterio de San Juan de la Peña“ und Halbwüste „Bardenas Reales“


17.06.2025 (Di) – Fahrt in die Bardenas Reales mit Abstecher im Kloster „Monasterio de San Juan de la Peña“

Campingplatz StartCamping am Refugio de Bujaruealo, Ordesa NP, Spanien
Stellplatz ZielÁrea de Autocaravanas de Arguedas, Spanien
gefahrene Kilometer314
Wetterheiß und sonnig
Highlights / WanderungKloster "Monasterio de San Juan de la Peña"
Fahrt durch die Bardenas Reales

Heute früh brachen wir am Refugio de Bujaruelo auf und fuhren die Stichstraße wieder hinunter – gleichzeitig hieß das Abschied vom Ordesa-Nationalpark, der uns wirklich begeistert hat. Eine serpentinenreiche Straße brachte uns zunächst nach Biescas, wo wir für einen schnellen Lebensmitteleinkauf und eine Frühstückspause auf einem schattigen Stellplatz stoppten.

Weiter ging es südwestwärts. Hinter Jaca bogen wir auf eine schmale Straße ab, die uns über 11 kurvige Kilometer hinauf zum Kloster Monasterio de San Juan de la Peña führen sollte – darüber hatten wir in mehreren Reiseführern gelesen und waren gespannt.

— BILDER

Am alten Kloster angekommen, stellten wir leicht genervt fest, dass die Parksituation wirklich schwierig war – für unseren Camper absolut keine Chance. Da es auch keine Möglichkeit zum Wenden gab, fuhren wir notgedrungen immer weiter bergauf. Und siehe da: Oben entdeckten wir das „neue Kloster“, das wir sonst vermutlich nie gefunden hätten. Außerdem gab es dort einen großen Parkplatz im schattigen Kiefernwald – perfekt! 😊

Von hier aus führte ein rund 20-minütiger Fußweg hinab zum alten Kloster. Wegen der Siesta von 14 bis 15 Uhr blieben uns für die Innenbesichtigung nur gut 30 Minuten, aber das reichte überraschend gut. Anschließend spazierten wir noch zu einem Aussichtspunkt mit tollem Blick auf die Pyrenäen.

— BILDER

Die Bardenas Reales standen eigentlich von Anfang an auf unserer Reisewunschliste – wir wussten nur nicht, ob wir den Abstecher zeitlich wirklich einbauen können. Gestern entschieden wir dann ziemlich spontan: Wir machen es! Auch wenn extrem hohe Temperaturen angesagt waren. Dafür musste der französische Teil des Pyrenäen-Nationalparks diesmal ausfallen – der kommt einfach auf die Liste für eine nächste Reise.

Unser Plan: Nach dem Klosterbesuch noch bis in die Nähe der Halbwüste fahren und sie dann morgens erkunden.

Da wir aber wegen der Hitze heute einige geplante Stopps entlang der Fahrtstrecke gestrichen hatten, standen wir bereits vor 17 Uhr in Arguedas – bei satten 37 Grad 🤪. Auf einen Stellplatz wollten wir uns so früh noch nicht stellen; der Camper wäre sofort aufgeheizt. Also fuhren wir kurzerhand zum Visitor Center, holten uns Informationen über die Fahrroute und entschieden uns, die 34-Kilometer-Piste gleich heute Abend zu fahren.

Für die Runde rechnet man zwei bis drei Stunden. Eine Stunde vor Sonnenuntergang – heute also um 20:30 Uhr – muss man den Park verlassen. Bei uns wurden es 2,5 Stunden, auch weil wir wegen der Hitze gar nicht so oft ausgestiegen sind.

Der späte Nachmittag war perfekt: Es war kaum noch etwas los, und das Licht wurde mit jeder Minute besser. Die ersten zwei bis drei Kilometer fährt man noch über Asphalt, danach beginnt die Gravelroad – und staubt einen ordentlich ein. Die Gesteinsformationen waren absolut beeindruckend. Wir hatten nicht erwartet, dass das Gebiet so weitläufig und landschaftlich so abwechslungsreich ist. Fotos und Videos machten wir ohne Ende; am berühmtesten Felsen, dem Castildetierra, hielten wir natürlich etwas länger an.

Ein großartiger Ausflug und wirklich sehenswert!

Als wir gegen 20 Uhr den Park verließen, hatte es immer noch 35 Grad.

Wir steuerten den nahegelegenen Stellplatz am Ortsrand von Arguedas an – eigentlich hatten wir nicht damit gerechnet,  um diese Zeit noch einen der nur 16 Plätze zu ergattern, aber wir hatten Glück und fanden eine freie Lücke.

Man steht hier eng beieinander am Fuße der Höhlenwohnungen, aber dafür ist der Platz kostenlos. Und heute war das Enge sogar ein Vorteil: Die Fahrzeuge spendeten sich gegenseitig etwas Schatten. Wir rissen alle Fenster auf und saßen draußen auf dem schmalen Platz vor dem Camper.

Zum Abendessen gab es heute nur belegte Brote – die Trittstufe diente als Tisch. Als wir kurz vor Mitternacht ins Bett gingen, waren es im Camper immer noch 28 Grad. Erst im Laufe der Nacht kühlte es zum Glück auf 20 Grad ab.

 

Unsere Autofahrt als Map:


18.06.2025 (Mi) – Von den Bergen an die französische Atlantikküste

Stellplatz StartÁrea de Autocaravanas de Arguedas, Spanien
Campingplatz ZielCamping Juantcho, Socoa, Frankreich
gefahrene Kilometer235
Wettersonnig und sehr warm
HighlightsSonnenuntergang am Atlantik

Text muss noch überarbeitet werden

Da wir die Bardenas Reales gestern Abend schon angeschaut hatten, konnten wir es heute entspannt angehen lassen. Nach der großen Hitze gestern im Camper ist es irgendwann in der Nacht doch noch gut abgekühlt – heute Früh waren es angenehme 20 Grad im Auto.
Wir hatten uns gestern Abend noch einen Campingplatz an der französischen Atlantikküste reserviert – das war schwieriger als gedacht, vieles war ausgebucht. Man merkt, dass wir uns so langsam der Sommersaison nähern.
Eigentlich wollten wir uns heute Früh noch die Höhlenwohnungen anschauen hinter dem Stellplatz, allerdings wurde dort gerade gebaut, es waren einige Handwerker unterwegs und alles mehr oder weniger abgesperrt. Also keine Besichtigung. Im Nachbarort von Arguedes gab es einen gut sortierten Supermercado – eigentlich der beste, den wir bisher auf unserer Reise in Spanien entdeckt hatten. Wir stockten unsere Vorräte auf, tankten nebenan für 1,29€ und dann ging es wieder „on the road“. Wir wollten nicht den direktesten Weg zum Atlantik nehmen, das wäre sehr Autobahn-lastig geworden, sondern suchten uns eine kleinere Straße, die nochmal die Pyrenäen (durch die Region Navarra) streift – N1720 und N135.
Die Landschaft zeigte sich wie erhofft sehr schön – Hügel und Felder und die Berggipfel im Hintergrund. An einem idyllischen See legten wir einen kleinen Stopp ein. Anschließend wurde die Straße immer schmaler und auch kurvenreicher – ganz so stark hätte das Kontrastprogramm zu Autobahn nicht sein müssen. 😉 Zum Glück hielt sich der Gegenverkehr in Grenzen. Hinter Roncesvalles erreichten wir den Puerto de Ibañeta, die spanische Passhöhe, kurz dahinter die Grenze nach Frankreich. Die Häuser auf beiden Seiten der Grenze hatten das typische Baskenländliche Aussehen – weiß gestrichen mit weinroten Fensterläden. Hübsch!
Im Pilgerort Saint-Jean-Pied-Port wollten wir eigentlich nochmal anhalten, aber es war total voll, Parkplatzsuche erwies sich als schwierig (wenn man nicht gleich für 24h auf einem der Stellplätze einchecken will) und es hatte auch schon wieder über 30 Grad. Uns zog es ans Meer, also fuhren wir weiter.
Nach 15 Uhr erreichten wir unseren gebuchten Campingplatz in Socoa, der recht schick oben an einer Küstenstraße wenige Kilometer vor dem bekannteren Ort Saint-Jean-Du-Luz liegt.
Unser Stellplatz ist sehr schön – großzügig mit Schatten spendenden Bäumen, hier lässt es sich aushalten. Ich, Ulli, lief nochmal runter an den Hafen von Socoa, ca. 10 min vom Platz entfernt. Netter Ort 😊
Am späteren Abend bestaunten wir mit vielen Anderen zusammen oben an der Corniche den hübschen Sonnenuntergang. Da war echt viel los – Autos hielten, Motorräder, Radfahrer kamen den Berg hochgestrampelt und viele Fußgänger…

Unsere Fahrt als Map:


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