Camping in Südfrankreich – ein Erfahrungsbericht aus 2019

Im Jahr 2019 haben wir mit Frankreich ein für uns neues “Camping-Reiseland” entdeckt. Wir waren sehr gespannt, was uns in Frankreich erwarten und wie uns das Campen dort gefallen würde. Schnell haben wir gemerkt, dass es in Frankreich Campingplätze ohne Ende gibt. Wir hörten auch immer wieder, dass es im Mai überhaupt kein Problem wäre, einen freien Platz zu finden. Das war genau unser Ding, diese Freiheit hatten wir bei unserem letzten Urlaub in Norwegen, aber auch vor drei Jahren in Alaska und Yukon/Kanada sehr genossen.

Also starteten wir nur mit einer groben Idee und für einige Ziele mit ein paar präferierten Campingplätzen, aber ohne eine einzige Reservierung in den Urlaub. Auch war klar, dass wir nirgends länger als zwei oder drei Nächte bleiben wollten.


Campingplatz-/Stellplatzsuche

Auch wenn wir vorher im Netz ein wenig in Reise- und Erfahrungsberichten gestöbert und dort den einen oder anderen netten Platz entdeckt hatten, wollten wir uns die Plätze in Frankreich spontan suchen. Hierfür nutzten wir beim Fahren insbesondere die App “CamperContact”, zusätzlich ab und zu noch die Google-Suche oder auch die Seite camping.info. Am angenehmsten war eigentlich die Suche über “CamperContact”, auch wenn dort nur ein Teil der Plätze eingetragen ist.


Campen in der Freien Natur

Im Gegensatz zu Nordamerika und Skandinavien kam das für uns in Frankreich nicht in Frage. Es ist nicht wirklich erlaubt, Südfrankreich gilt nicht unbedingt als die sicherste Ecke für Camper und es gibt einfach ausreichend Alternativen. Genug Gründe, auf das “Boondocking” zu verzichten.


Wohnmobilstellplätze

An unserer Einstellung zu Stellplätzen hat sich auch in Frankreich nicht so viel geändert. Wir mögen dieses “eng-an-eng”-Stehen auf geschotterten Plätzen nicht. Uns fehlt auf Stellplätzen einfach der Platz und die Nähe zur Natur. Wir nutzen ganz gern die Infrastruktur von Campingplätzen (Toiletten, Duschen, Spülküche) und sitzen abends gern möglichst lang vorm Wohnmobil. All das spricht gegen Stellplätze. In Frankreich hatten wir bei Stellplätzen den gleichen Eindruck wie in Deutschland oder Skandinavien. Hier finden sich eher Leute mit größeren Wohnmobilen ein, die abends gern ihre Satellitenschüssel gen Himmel drehen oder stadtnah nächtigen wollen, um die Stadtinfrastruktur (z.B. Restaurants) zu nutzen

Einmal haben wir dann doch einen Stellplatz genutzt. Es war in Roussillon. Wir wollten nach einem ereignisreichen Tag die Abendsonne für den Stadtbesuch nutzen, um ein paar schöne Fotos zu machen. Da kam uns der Platz gerade recht. Wirklich schön fanden wir ihn nicht – kaum billiger als ein Campingplatz, keine Infrastruktur, dafür aber durch die nahe gelegene Straße recht unruhig.


Campingplätze

So verbrachten wir wieder die meisten unserer Nächte auf Campingplätzen. In der Vorsaison waren die Plätze nicht nur oft recht leer, sondern auch (teilweise deutlich) preiswerter als in der Hauptsaison. Ohne Strom kosteten viele der Plätze weniger als 20, teilweise nur 12 EUR. Meistens waren die Plätze parzelliert – wirkt vielleicht erstmal etwas “spießig”, aber ist wirklich praktisch. Denn dadurch hatten wir oft ein sehr schönes, großzügiges Plätzchen, man konnte auch nochmal wegfahren, ohne dass der Platz gleich weg war (z.B. auf den Wiesenplätzen in Norwegen oft ein Problem).

Wir hatten teilweise ganz einfache Municipal Plätze dabei, aber auch typische “Familenplätze” mit Pool und jeder Menge Infrastruktur. Im Sommer ist hier sicher viel los, im Mai waren auch diese Plätze angenehm leer (und leider war das Wetter für die Pools zu kalt…).

Nicht selten erlebten wir auf den Plätzen, dass Toiletten und Duschen nicht nach “Männlein/Weiblein” getrennt sind – ist ja überhaupt kein Problem, war aber erstmal ungewohnt. Auch Toilettenpapier gehört auf den wenigsten Plätzen zur Grundausstattung. Auch nicht schlimm, muss man aber wissen. 😉


Unser Top-Campingplätze

  • Camping la Source (Les Salles-sur-Verdon)
  • Camping de la Falaise (Balazuc, Ardeche)
  • Camping La Tour Fondue (Hyères)
  • Camping Le Clos Du Rhône (Carmargue)

Übersicht all unserer besuchten Campingplätze

Im folgenden werden alle Campingplätze, die wir auf unserer 2019er Reise besucht haben, zusammen mit ein paar Infos, einer kurzen Beschreibung und einer Handvoll Bilder aufgeführt (die Liste wird nach und nach ergänzt).


Ardeche Camping, Privas  
GPS:44°43'29.0"N 4°35'51.8"EWann: 11.05.19-12.05.19
Preis: 19,80 (inkl. Strom)
(Nebensaisonpreis)
Anzahl Plätze:über 150
Homepage:https://de.ardechecamping.fr/Link zu unserem Reisetag:Tag 2
Beschreibung:- netter großer Platz mit Pool, Bar und Brötchenservice am Stadtrand von Privas
- nummerierte großzügige Plätze auf Wiese
- kleiner Fluss direkt hinter einigen Stellplätzen
- Platz war sehr leer
- Supermarkt direkt gegenüber
unsere Bewertung:3 Sterne (der Platz ist eigentlich sehr schön, die Lage fanden wir nicht so reizvoll)



Camping la Falaise, Balazuc  
GPS:44°30'46.4"N 4°23'07.5"EWann: 12.05.19-14.05.19
Preis: 22 € (inkl. Strom und Kurtaxe)Anzahl Plätze:ca. 50
Homepage:https://www.camping-balazuc.com/en/Link zu unserem Reisetag:Tag 3 und Tag 4
Beschreibung:- sehr schöner im Grünen gelegener Campingplatz, direkt am Ufer der Ardeche mit Blick auf die Felsen und Weinfelder
- großzügige, schattige, durch Hecken abgetrennte Stellplätze
- kleine Snackbar, Kajak-Vermietstation direkt vor Ort
- Balazuc in ca. 20 Minuten zu Fuß erreichbar
- Supermarkt / Bäcker etwas weiter weg
unsere Bewertung:4 Sterne (für ruhige, entspannte Campingtage ideal)


… die weiteren besuchten Campingplätze werden nach und nach ergänzt…


Campingerfahrungsberichte aus früheren Reisen:

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