Tag 6: Aufstieg auf den Mont Ventoux


15.05.2019 (Mi) – Große Wandertour auf den Mont Ventoux

Campingplatz StartCamping Municipal Roquefiguier, Le Beaume de Venise
Campingplatz ZielCamping Municipal du Defends, Sault
gefahrene Kilometer73
HighlightsWanderung auf den Mont Ventoux
Pass-Straße Mont Ventoux
Wettermeistens sonnig und warm

Wir starteten ohne Frühstück in Beaume de Venise, das Wetter sah perfekt aus für den Mont Ventoux (den wir schon von Weitem sehen konnten), das wollten wir unbedingt ausnutzen. In Malaucene wollten wir uns Baguette kaufen, was sich schwieriger gestaltete als geplant, weil die ganze Innenstadt wegen Wochenmarkt gesperrt war. Wir fanden schließlich einen brauchbaren Parkplatz und teilten uns auf: Ulli besorgte Baguette und Erdbeeren, Eric passte derweil auf den Camper auf. Die Taktik ging auf, die Autoknacker blieben unsichtbar.

Direkt hinter Malaucene begann die Pass-Straße hinauf zur Station du Mont Serain, wo wir unseren Aufstieg auf den Ventoux beginnen wollten.

Parkmöglichkeiten gab es reichlich, wir parkten ganz hinten in der Nähe des Campingplatzes. Die Lage war aussergewöhnlich und gefiel uns gut, wir waren aber nicht sicher, ob wir nach der Wanderung dort bleiben oder weiterfahren wollten. Wir holten erstmal das Frühstück nach, dann packten wir die Rucksäcke und gegen 11 Uhr ging’s los.

Erst ging’s noch ganz gemächlich durch den Wald bergauf, später ließ die Vegetation nach, es wurde immer steiniger und steiler. Ein recht anstrenger Aufstieg, für den wir immer wieder mit tollen Ausblicken entschädigt wurden, nach nur 4,5km und knapp 600 Höhenmetern waren wir oben.

Erwartungsgemäß war oben ganz schön Betrieb, ein paar Wanderer mischten sich unter viele Rennradfahrer und Autofahrer. Die Stimmung war aber sehr schön, die Aussicht beeindruckend, bis hierhin eine sehr lohnende Wanderung. Nach einer Pause und einer kleinen Stärkung ging es weiter…

Wir gingen nicht den gleichen Weg zurück, sondern marschierten erstmal sanft bergab Richtung Osten, die Wanderung sollte in einem großen Bogen wieder zum Ausgangspunkt zurückführen. Zunächst ging es über breites Geröll stetig nach unten, rechts von uns die Straße, links die tolle Aussicht in’s Tal. Nach ca. einer Stunde ging es scharf nach links und steil nach unten, jetzt war ein bisschen Kletterei angesagt und die Kameras kamen für eine Weile vorsichtshalber in den Rucksack. Anschließend wurde es wieder flacher, immer wieder querten wir Geröllfelder, die ziemlich steil nach rechts abfielen, hier war es von Vorteil, einigermaßen trittsicher und schwindelfrei zu sein. Nachdem wir das Geröllfeld keine Ahnung wie oft gequert hatten, kamen wir wieder am Camper an. Eine wirklich tolle Wanderung, die aber gerade durch das häufige Queren des steilen Hangs auf dem Rückweg nicht ganz leicht ist.

Insgesamt waren wir dann doch fast 5h und über 14km unterwegs, bis wir wieder am Auto waren – der Rückweg hat sich schon ein bisschen gezogen.
Zur Belohnung gab’s in der Sonne den Rest des Morgen-Kaffee und leckere Pain au chocolat, es war noch zu früh zum Bleiben, deswegen machten wir den Camper abfahrbereit.
Jetzt ging es motorisiert nochmal hoch auf den Ventoux, das ging schon ein ganzes Stück schneller. Inzwischen war’s so ungefähr 17 Uhr, es war deutlich leerer auf dem Gipfel, das Licht wurde schöner, der Mont Ventoux mit seiner fast weißen Kuppe ist schon sehr speziell, wie er da ziemlich frei in der Gegend rumsteht.

Die Straße war auch mit Camper völlig unproblematisch zu fahren, sie war breit und fast völlig frei von Gegenverkehr. Wir fuhren Richtung Osten runter vom Ventoux, es wurde zunehmend grüner.

Nach einigen Kilometern (und immer noch auf 900 Metern Höhe) steuerten wir den Ort Sault an, fanden für einen schnellen Einkauf einen Supermarkt und checkten auf dem Camping Municipal du Défends in Sault ein. Ein unkomplizierter, sehr günstiger Campingplatz in einem Kiefernwald, sehr leer, freie Platzwahl, es gefiel uns sehr gut hier.
Abends gab es leckere Burger vom Grill, das hatten wir uns nach der langen Wanderung verdient, oder?


Unsere Tagestour als Map (die Autofahrt):


Unsere Wanderung als Map:


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