Tag 8 & 9: Radfahren und Entspannen in der Camargue


17.05.2019 (Fr) – Von Roussillon ans Meer in die Camargue

Campingplatz StartStellplatz in Roussillon
Campingplatz ZielCamping le Clos Du Rhône, Saintes-Maries-de-la-Mer
gefahrene Kilometer141
HighlightsL'Isle-sur-la Sorgue
Das Meer bei St. Maries-de-la-Mer
Wetterbewölkt und ab und zu Regen

Nach dem gestrigen vollgepackten Tag wollten wir es heute etwas geruhsamer angehen, die Wettervorhersage war auch nicht ideal. Deswegen hatten wir den Plan, in Ruhe nach Arles zu fahren und uns die Stadt anzuschauen.

Da es noch nicht regnete, steuerten wir erstmal den kleinen Ort L’Isle-sur-la Sorgue an. Wir fuhren zunächst quer durch die Stadt, es war ganz schön Betrieb, bis wir auf einem großen Parkplatz in Bahnhofsnähe eine kostenlose Parkmöglichkeit fanden. Konnten wir unsere Mountainbikes hier guten Gewissens auf dem Fahrradträger lassen? Auf dem Parkplatz war ganz schön Betrieb, wir riskierten es. Wir liefen in’s Zentrum, schlenderten durch die Gässchen auf der Suche nach einem Café. Hätten gerne eine Kleinigkeit gegessen, vielleicht einen Croque Monsieur, doch dafür war’s zu früh, überall gab’s noch Frühstück, danach stand uns aber grad nicht der Sinn.

Wir beließen es dann bei einem Café au lait, dann ging’s zurück zum Auto und wir fuhren weiter Richtung Arles. Die Kameras blieben in der Tasche, deswegen gibt’s auch keine Bilder von dem Örtchen, obwohl es nicht unansehnlich war.
Am Stadtrand von Arles suchten wir einen großen Supermarkt, es war mal wieder Zeit, die Essensvorräte aufzufüllen. Nach dem Einkauf wollten wir einen der Stadt-Campingplätze ansteuern, die wir vorher rausgesucht hatten, die Bewertungen waren zwar nur mittelmäßig, für einen Stadtbummel würde es aber wohl ok sein. Als wir wieder auf die Autobahn auffuhren, lasen wir auf den Schildern Saintes-Maries-de-la-Mer 23km, damit hatte sich das Thema “Arles” erledigt. Wir hatten schon im Vorfeld die Idee, die Carmarque in unsere Tour aufzunehmen, spontan entschieden wir uns, genau das zu tun und die paar Kilometer an die Küste weiterzufahren. Irgendwann (vllt auf der Rückfahrt) würde sich sicher die Gelegenheit ergeben, Arles anzuschauen. So ging es also über die D570 weiter nach Süden, hinter Arles änderte sich die Landschaft spürbar.

Am Straßenrand entdeckten wir sogar unsere ersten Flamingos und stoppten kurz.

In Saintes-Maries steuerten steuerten wir zunächst den großen Campingplatz “La Brise” direkt im Zentrum an. Dort sagte man uns aber, dass der ganze Campingplatz für die Gitanes reserviert sei (obwohl die große Wallfahrt erst am darauffolgenden Wochenende stattfinden würde). Ein großer Verlust war’s nicht, der Platz schien eher unschön und eng zu sein, wir fuhren weiter zum Campingplatz “Le Clos du Rhone”, der uns auch wesentlich besser gefiel. Ein Schnäppchen war’s nicht, dafür mehr Camping- als Stellplatz, mehr Platz, mehr Natur und weniger Staub. Auch die eher deftigen Preise hatten wohl mit der Wallfahrt zu tun, in der Camargue funktioniert das Gesetz von Angebot und Nachfrage ganz gut. Wir mieteten uns für zwei Nächte ein, fanden ein nettes Plätzchen und richteten uns häuslich ein.

Erstmal war’s ungemütlich und regnerisch, später liefen wir aber doch noch zum direkt angrenzenden Strand, um endlich das Meer zu sehen. Es war kühl, sah immer noch nach Regen aus, trotzdem fanden wir es toll, hier am Meer zu sein.

Direkt neben dem Campingplatz gibt es auch einen großen Stellplatz, der auch gut besucht war. Ehrlich gesagt wäre das nicht so unser Ding, hier so eng an eng zu stehen.


Unsere Autofahrt als Map:



18.05.2019 (sa) – Große Radtour durch die Carmague “Rund um den Êtang de Vacarrès”

Campingplatz StartCamping le Clos Du Rhône, Saintes-Maries-de-la-Mer
Campingplatz ZielCamping le Clos Du Rhône, Saintes-Maries-de-la-Mer
gefahrene Kilometer0
HighlightsRadtour rund um den Êtang de Vacarrès (78km)
Wettermeistens sonnig & warm, teilweise windig

Wir schliefen zunächst aus, auf dem Campingplatz gab’s Baguette und Croissants in einem kleinen Laden, das Wetter sah gut aus, wir frühstückten erstmal gemütlich. Heute sollte der Camper stehenbleiben, stattdessen sollte es eine ausgedehnte Radtour geben, eine große Runde gegen den Uhrzeigersinn, u.a. um den Étang de Vacarrès herum.

Erstmal radelten wir nach Saintes-Maries und am Hafen entlang nach Osten über den Damm Richtung Leuchtturm, rechts das Meer, links die Camargue-Landschaft, mit uns waren eine ganze Menge andere Radfahrer und Wanderer unterwegs, irgendwann kamen wir am Phare de la Gacholle an.

Danach ging es weiter Richtung Osten, ein ganzes Stück vor Salin-de-Giraud bogen wir aber schon nach Norden ab, um die Runde nicht zu groß werden zu lassen.
Das Wetter meinte es gut mit uns, die Stechmücken meistens auch, man konnte aber nicht überall lange anhalten um zu fotografieren. Auf der Fahrt nach Norden ging es dann eine ganze Weile direkt am Étang de Vacarrès entlang, immer mal wieder hielten wir an und machten ein paar Bilder. Als wir 40km hinter uns hatten, war auch die Frage “weiterfahren oder umdrehen” entschieden, das Umdrehen hätte unsere Tour verlängert statt verkürzt.

Am Nordrand des Étang ging es wieder westwärts, inzwischen hatten wir ein paar Flamingos und ein paar Stiere gesehen, die Camargue-Pferde fehlten aber noch auf unserer Liste.

Wir kamen dann wieder an die D570, auf der wir am Vortag nach Saintes-Maries gefahren waren, diese Strecke nahmen wir jetzt mit langsam schmerzenden Hinterteilen unter die Räder. Ein gutes Stück vor Saintes-Maries konnten wir nach links von der Hauptstrasse abbiegen und auf einer Nebenstrasse weiterfahren. Hier war es direkt viel idyllischer, TEich folgte auf Teich, wir hatten inzwischen auch ein paar der typischen Camargue-Pferde gesichtet und landeten schließlich, nicht weit von Saintes-Maries entfernt, noch bei sehr fotogenen Flamingos, die uns sogar den Gefallen taten, fliegend die Straßenseite zu wechseln. Das konnten wir uns fotomäßig natürlich nicht entgehen lassen.

Wir kamen dann wieder nach Saintes-Maries zurück, jetzt noch das kleine Stück zum Campingplatz und wir hatten es geschafft. Eine schöne Tour, die am Ende ein bisschen lang war, wir hatten ca. 78km auf der Uhr.

 


Unsere Radtour als Map:

78km – Höhenmeter keine 😉


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