Tag 7: Nesqueschlucht, Gordes, Ockerfelsen von Rustrel & Roussillon


16.05.2019 (Do) – Highlights der Provence – Nesque-Schlucht, Kloster Abbaye Notre-Dame de Sénanque, Gordes, “Colorado Provençal” in Rustrel, Roussillon

Campingplatz StartCamping Municipal du Defends, Sault
Campingplatz ZielStellplatz in Roussillon
gefahrene Kilometer118
HighlightsNesqueschlucht
Kloster “Abbaye de Sénanque”
Gordes
Colorado von Rustrel (Ockerfelsen)
Roussillon
Wettersonnig & warm

Wir hatten ganz viele Ideen was wir uns in der Luberon-Gegend alles anschauen wollten, allerdings sollte das Wetter am Folgetag deutlich abbauen, deswegen wollten wir es am liebsten schon heute bis zu den Ockerfelsen in Rustrel “schaffen”.

Los ging’s mit der Nesque-Schlucht, die wir schon bald nach unserem Start erreichten. Eigentlich wollten wir die Nesque-Schlucht durchwandern, wir hatten aber noch vom Vortag platte Füße und ein volles Tagesprogramm, also beließen wir es dabei, uns die schöne Schlucht von oben zu betrachten. Das Wetter war sonnig und warm, immer wieder gab es herrliche Ausblicke, die Straße war eher schmal, wir hatten aber sehr wenig Gegenverkehr, so dass es sich gut fahren ließ. Im Vorfeld hatten wir Warnungen über Tunnel gelesen, die am Rand nur 2,60m hoch sein sollten. Unser Camper war aber nur 2,58m, konnte also nix schief gehen ;-). Die Tunnel waren wirklich spektakulär, mit Alkovenmobilen wird man sich’s vielleicht zweimal überlegen, unser Kastenwagen passte aber überall gut durch. Viele Radfahrer waren unterwegs, die Strecke war aber auch zu verlockend und für Radfahrer sicherlich viel weniger anstrengend als den Mont Ventoux zu erklimmen.

Nach der Nesque-Schlucht suchten wir uns erstmal ein Frühstücksplätzchen, Baguette hatten wir morgens schnell in einer Boulangerie in Sault gekauft.

Auf der D177 ging es Richtung Süden, auch so ein malerisches Sträßchen, das sich nur dank wenig Gegenverkehr gut fahren ließ, dafür aber ein paar tolle Ausblicke bot.

Das nächste Highlight des Tages war die Abbaye Notre-Dame de Senanque, sicherlich eines der bekanntesten Fotomotive in der Provence. Wenn der Lavendel blüht, muss es hier wirklich unbeschreiblich schön aussehen, auch so war es sehr sehenswert. Wir machten ein paar Bilder, besuchten den Klosterladen, der Lavendel in allen möglichen Formen anbot, widerstanden aber einstweilen noch allen Shopping-Versuchungen.

Weiter ging es nach Gordes. Luftlinie ist der Ort nicht weit vom Kloster entfernt, ein ca. 6km langer Wanderweg führt vom Kloster in den Ort. Mit dem Camper mussten wir allerdings einen kleinen Umweg nehmen.

Gordes ist auch eines der typischen Provence-Örtchen – enge Straßen, hübsche Häuser am Hang  – entsprechend voll und eng war es. Parken mussten wir schon am Ortseingang, wir hätten für 12 EUR wohl 24h dort parken dürfen, leider war das Parken nicht billiger, wenn man nur 2h blieb. Wir spazierten gemütlich in das Städtchen, bummelten durch die Gassen, fotografierten und gönnten uns in einem kleinen Café leckeres Crepes.

Den schönsten Blick auf Gordes gab es dann beim Rausfahren. Nachdem wir einen Parkplatz ergattert hatten (diesmal kostenlos), machten wir noch ein paar Fotos von den Häusern am Hang, dann ging es weiter in’s nicht weit entfernte Rustrel.

In Rustrel wollten wir die Ockerfelsen im berühmten “Colorado Provençal” besuchen. Die Ockerfelsen sollen dort besonders schön sein – das wollten wir bei diesem tollen Wetter unbedingt ausnutzen. Es war nun schon Nachmittag, das Licht wurde also langsam besser.

Es gibt direkt am Colorado Provençal einen sehr großen Parkplatz – früher konnte man hier auch übernachten, das war jetzt allerdings nicht mehr möglich. Durch den Park führen zwei Wanderwege – ein kürzer und ein längerer – wir wollten beide gehen.

Zunächst geht’s durch grüne Landschaft, auf einmal steht man mitten zwischen den gelb-roten Felsen. Wirklich sehr beeindruckend.

Die Runde ist nicht übermäßig lang, führt teilweise über gute Wege, teilweise wird’s auch mal etwas wurzeliger hoch und runter; wenn man gut zu Fuß ist, gibt’s aber keine Schwierigkeiten. Bei gutem Wetter auf jeden Fall ein absolut lohnendes Ziel. Die neuesten Schuhe sollte man allerdings nicht anschnallen, die Ockerfelsen sind nicht geizig mit ihrer Farbe und geben jedem Besucher ein bisschen mit.

Da wir dort nicht übernachten konnten, fuhren wir weiter. Zunächst steuerten wir den nahe gelegenen Campingplatz bei Rustrel an, allerdings gefiel es uns dort nicht so richtig, also fuhren wir kurzentschlossen wieder Richtung Westen, bis wir in Roussillon ankamen. Dort steuerten wir direkt den Stellplatz an –  hier gab es noch ausreichend freie Plätze für unseren Camper. Von hier aus spazierten wir ins Stadtzentrum – das nur ca. 10 Minuten entfernt war.

Wenig überraschend ist auch Roussillon so ein süßer kleiner Provence-Fleck mit vielen engen Gassen, die sich immer weiter nach oben schraubten. Von oben hat man einen tollen Blick auf die – im Vergleich zu Rustrel – deutlich kleineren Ockerfelsen von Roussillon. Aus unserer Sicht somit die richtige Entscheidung, mehr Zeit in Rustrel verbracht zu haben, auch wenn Roussillon ebenfalls sehr schön anzuschauen war.

So allmählich wurden in Roussillon die Bordsteine hochgeklappt, viele Touristen waren nicht mehr unterwegs, fast wirkte das Städtchen ein bisschen ausgestorben, auch die Restaurants machten schon bald die Luken dicht, wir spazierten zurück zu unserem Camper und verbrachten den Rest des Abends gemütlich drinnen.


Unsere Tagestour als Map (die Autofahrt):


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2 Kommentare

  1. Euer Bericht und die Fotos machen wirklich Fernweh. Mit unserem Camperchen mit einer Höhe von 2,85 m hätten wir wahrscheinlich schon Probleme gehabt bei dem Tunnel.

    Tolle Landschaften habt ihr gesehen – die Ockerfelsen gefallen mir richtig gut. Freue mich schon auf die weiteren Tage eures Reiseberichts 🙂

    LG

    • Hallo Heike,

      Ihr lest immer noch mit – das ist schön 😊. Echt, euer Camper ist 2,85 hoch? Hätte ich gar nicht gedacht. Naja, ganz in der Mitte hättet ihr auch durch die Tunnel gepasst, kostet nur ein bisschen Adrenalin 😅…
      LG, Ulli

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