Campingurlaub in den Dolomiten

Im Spätsommer diesen Jahres sollte es mal wieder in die Berge gehen. Wir entschieden uns für die Dolomiten. Hier waren wir vor 7 Jahren auf einer einwöchigen Hüttentour unterwegs. Diesmal war klar, dass wir mit dem Camper reisen werden. Im Gegensatz zu unserer Frankreichtour im Frühjahr wollten wir weniger rumfahren, sondern eher zwei oder drei Campingplätze als “Basisstation” für Wander- und Radtouren ansteuern. Ein Artikel in einer Campingzeitschrift machte uns das Pustertal sehr schmackhaft – das kannten wir bisher beide nicht, es wurde also Zeit, etwas Neues kennen zu lernen.
Später wechselten wir ins Fassatal. Auch das war Neuland für uns. Allerdings kamen wir der Gegend, wo wir damals eine Woche von Hütte zu Hütte gewandert waren, hier sehr nah.

Campingplätze

Nach einiger Recherche im Netz fanden wir den Campingplatz in Toblach. Die Lage überzeugte uns – direkte Busverbindungen am Platz (wir wollten ja unseren Camper möglichst viel stehen lassen), außerdem Radwege in der Nähe und ein Schwimmbad hatte der Platz auch. Wir reservierten vor, was auch gut so war. Denn vor Ort war der Platz fast die ganze Zeit komplett ausgebucht.
Der Platz war wirklich schön – dadurch dass aber noch viele deutsche Bundesländer und auch Italien Schulferien hatte, war es ganz schön trubelig. Es gab direkt am Platz ein sehr nettes italienisches Restaurant. Auch wenn wir beim Campen gern selbst kochen, gab es diesmal dann doch öfter mal Pizza 😉 Der Ort Toblach ist drei Kilometer weg, allerdings gibt es auf dem Platz einen kleinen Laden.

Camping Olympia Toblach  
GPS:46°44'04.7"N 12°11'37.1"EWann: 26.08.19-01.09.19
Preis: 44 € pro Nacht (inkl. Strom)Anzahl Plätze:200
Homepage:https://www.camping-olympia.com/de/

Nach einer Woche in Toblach ging es vom Pustertal ins Fassatal. Dort hatten wir von unterwegs den Campingplatz “Camping Catinaccio” für 4 Nächte reserviert. Hier ging es etwas ruhiger zu – könnte daran gelegen haben, dass es keinen Pool oder “sonstige Kinderbespaßung” gab. Es gibt hier geschotterte Stellplätze für größere Wohnmobile und Gespanne. Daneben gibt es aber auch eine Wiese und einen kleinen Kiefernwald, wo es – so empfanden wir es – die schöneren, idyllischeren Stellplätze gibt. Auf diesem Campingplatz waren auch viele Zelter unterwegs. Die Atmosphäre hier hat uns besser gefallen als in Toblach. Das Hauptgebäude (Sanitär, Küche) war wirklich sehr schön, neu, großzügig und mit ganz viel “Liebe zum Detail” gestaltet. Direkt am Platz führt ein Radweg entlang (am Ufer des Avisio-Flusses), der durchs gesamte Fassatal verläuft. Die Orte Pozza di Fassa und Vigo di Fassa sind fußläufig erreichbar. In beiden gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Bergbahnen.

Camping Catinaccio, Pozza di Fassa  
GPS:46°25'34.6"N 11°41'10.0"EWann: 01.09.19-05.09.19
Preis: 28 € pro Nacht (inkl. Strom)Anzahl Plätze:218
Homepage:https://www.catinacciorosengarten.com/

Pustertal

Das Pustertal hat uns landschaftlich ausgesprochen gut gefallen – wir haben von hier aus sehr sehr schöne Wander- und Radtouren unternommen, teilweise mit Busanreise. Allerdings muss man sagen, dass es teilweise auch extrem voll war. Gerade am Pragser Wildsee oder auch rund um die Aronzo Hütte / Drei Zinnen war ein unglaublicher Andrang – selbst um einen Platz in einem Bus musste man teilweise kämpfen.

Pragser Wildsee

Dieser See ist sicher eines der Highlights im Pustertal und zählt zu den meistbesuchten Seen in Südtirol. Zum Glück fuhr direkt von unserem Campingplatz ein Bus dorthin, so dass wir den Camper stehen lassen konnten. Parken ist dort ohnehin nur zu recht eingeschränkten Zeiten möglich. Wir starteten ziemlich früh und konnten so den See noch ohne allzu große Menschenmassen genießen. Sehr beeindruckend, wie sich in diesem herrlichen See die Berge spiegelten. Nach einer Umrundung des halben Sees starteten wir zu einer größeren Wanderung, vorbei an der Grünbergalm über den Schwarzberg zurück zum See.

Plätzwiese / Dürrenstein

Unweit des Pragser Wildsee gibt es die Plätzwiese, ein etwa 2000m hoch gelegenes Plateau. Auch das kann man per Bus vom Campingplatz aus erreichen (allerdings mit Umsteigen). Wir kamen hier allerdings zweimal mit dem Camper her – einmal am Anreise- und einmal am Abreisetag. Wenige Kilometer unterhalb der Plätzwiese ist ein Parkplatz (Brückele), wo man den Camper gut parken kann. Von hier aus fährt ein Shuttlebus regelmäßig auf das Hochplateau hinauf.

Die erste Wanderung, die wir hier machten, führte uns über die Gaislkare über einen Höhenweg zur Rossalm und dann direkt zurück zum Parkplatz Brückele.

Bei der zweiten Tour nahmen wir den Dürrenstein, der überall als einer der schönsten Aussichtsberge im Pustertal empfohlen wird, in Angriff. Beides tolle Touren. Diese Wandergegend rund um die Plätzwiese hat uns ausgesprochen gut gefallen.

Auronzo-Hütte – Drei Zinnen

Die Auronzo-Hütte liegt auf über 2300 Metern Höhe, tief in den Dolomitenbergen drin am Fuße der berühmten Drei Zinnen. Hier hoch führt eine steile und schmale Mautstraße. Man kann sogar mit dem Camper hinauffahren, hier oben gibt es einen Stellplatz. Wir entschieden uns allerdings für die Anfahrt mit dem Shuttlebus ab Toblach Bahnhof (Achtung – sehr beliebt und oft voll). Zum Bahnhof radelten wir. An der Auronzo-Hütte startet der sehr beliebte Wanderweg rund um die Drei-Zinnen. Um dem Trubel etwas aus dem Weg zu gehen, entschieden wir uns für die etwas weitere Paternkofel-Runde, wo man den Drei-Zinnen auch sehr nah kommt. Eine anstrengende, aber sehr lohnende Tour!

Fischleintal

Das Fischleintal liegt in den Sextener Dolomiten. Von unserem Campingplatz in Toblach war es ca. 18km entfernt, eine schöne Möglichkeit, Radeln und Wandern zu verbinden.

Fassatal

Auf der Karte sah es so aus, als ob Pustertal und Fassatal gar nicht so weit auseinanderlagen. Allerdings führte uns der Weg über die Dolomitenstraße über mehrere Pässe. Da kamen Fahrer und Camper ganz schön ins Schwitzen – auf der ca. 100km langen Strecke ging es insgesamt fast 2500 Höhenmeter rauf und runter.

Das Fassatal empfanden wir ruhiger als Pustertal oder auch das nahe gelegene Grödnertal. Allerdings waren die Busverbindungen hier auch nicht ganz so gut. Brauchten wir aber auch nicht, denn es gibt hier viele Bergbahnen, die man gut fußläufig oder auch per Rad erreichen kann.

Wandertour um den Langkofel

Den Langkofel kannten wir schon von unserer Hüttentour vor 7 Jahren. Dieses Jahr wollten wir ihn umrunden. Um zu dieser Wandertour zu starten, mussten wir allerdings erst per Rad ins 10km entfernte Campitello, dann per Seilbahn auf den “Col Rodella”, eine kurze Wanderung zur Sellajochtalstation und von dort aus mit der “Stehgondelbahn” zur Langkofelscharte hinauf (2.685m), wo die eigentlich Umrundung startet. Dass dies kein Geheimtipp war, zeigte sich schon an der langen Warteschlange vor der Stehgondelbahn. Beim Abstieg von der Langkofelscharte war es richtig voll, später wurde es zum Glück etwas leerer. Kein Wunder, dass es so voll war – die Landschaft war auch hier wieder unglaublich toll.

Wandertour zur Vajolethütte

Unsere letzte Wandertour in den Dolomiten führte uns zur Vajolethütte. Auch hier waren wir vor 7 Jahren schon mal, hatten damals sogar auf dieser Hütte übernachtet. Zu Fuß ging es in den Nachbarort Vigo di Fassa, wo wir die Seilbahn “Ciampedie” hinauf zur Bergstation (2.000m) nahmen. Von dort aus führt ein Wanderweg durchs Vajolet-Tal und am Ende dann recht steil hinauf zur Vajolethütte.

2 Kommentare

  1. WOW! Was für eine wunderschöne Landschaft.
    Das macht definitiv lust auf die Dolomiten! Herzlichen Dank für die tollen Bilder 🙂
    LG Sandra

    • Hallo Sandra,

      danke für deinen netten Kommentar. 🙂 Die Dolomiten sind wirklich unglaublich schön, auch wenn an den Highlights echt viel los war.

      LG, Ulli

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