Camping in Norwegen & Schweden – ein Erfahrungsbericht aus 2018


Letztes Jahr waren wir zum ersten Mal mit dem Wohnmobil in Norwegen und haben erlebt, wie unkompliziert und schön das Campen im hohen Norden ist
(unsere in 2017 gesammelten Erfahrungen und die Beschreibungen zu den damals besuchten Campingplätzen kann man hier nachlesen).

Wir wussten also schon, dass man recht problemlos jeden Abend einen Platz zum Schlafen findet, Campingplätze fast nie voll sind und man deshalb auch nichts vorbuchen muss. Das macht das Reisen wirklich sehr entspannt.

Dieses Jahr hatten wir lediglich die ersten zwei Nächte in Oslo vorgebucht, da klar war, dass wir nach unserer Fährankunft erstmal die norwegische Hauptstadt erkunden wollten. Für den Rest hatten wir nur eine grobe Route im Kopf und den einen oder anderen Campingplatz vorher herausgesucht, den wir dann eventuell ansteuern wollten. Da es in Norwegen in (fast) jeder noch so entlegenen Ecke Daten-Netz gibt, ist es ja auch überhaupt kein Problem, unterwegs online auf Platzsuche zu gehen.


Campingplätze

Das waren genau wie im letzten Jahr auch dieses Jahr wieder unsere bevorzugten Plätze für die Nacht. Diesmal waren wir eher im Landesinneren und im Gebirge unterwegs – auch hier bestanden die Campingplätze meistens aus einer großen Wiese, oft nicht parzelliert. Mit durchschnittlich 200 NOK (+/-) sind die Plätze preiswert, bieten aber immer Duschmöglichkeit und fast immer Wasserver- und entsorgung. Strom gab es auf all unseren Plätzen optional dazu – meist für zwischen 30 und 50 NOK extra.

In Schweden haben wir auch zwei Campingplätze besucht. Unser Eindruck war, dass es dort nicht ganz so locker zugeht wie in Norwegen, die Plätze waren parzelliert, man suchte sich also beim Check-In einen fest Stellplatz aus. Es wirkte alles etwas “hochwertiger”, aber auch teurer als in Norwegen.


Wohnmobilstellplätze

Wir sind noch immer keine Fans von Stellplätzen, machten also auch in Norwegen einen Bogen um diese Plätze. Dieses “eng auf eng”, meist auf asphaltiertem Untergrund, ist einfach nicht unser Ding.

Nur in Schweden probierten wir am letzten Abend mal solch einen Platz aus – das Wetter war nicht so toll und er kam uns gerade recht. Für die eine Nacht war’s ok, aber es bleibt dabei – naturnäher ist es uns lieber.


Zelten

Das war diesmal eine Premiere für uns in Norwegen. Wir hatten das Zelt dabei, um eine Mehrtagestour durch den Jotunheimen NP zu machen. Direkt am ersten Abend konnten wir vom Jedermannsrecht Gebrauch machen und unser Zelt inmitten herrlicher Natur und Einsamkeit aufstellen. Das war grandios und es ist schade, dass so etwas in anderen europäischen Regionen außerhalb Skandinaviens nicht möglich ist.

Die zweite Zeltnacht verbrachten wir auf einem “reinen Zeltcampingplatz” in der Nähe einer Wanderhütte. Das war zwar nicht so einsam, aber trotzdem toll. Denn die Atmosphäre auf so einem Zeltplatz ist etwas ganz Besonderes und ganz nebenbei konnten wir so die Annehmlichkeiten der Hütte (Duschen, ein “Belohnungsbier” nach langer Wanderung) genießen.


“Wildes Campen”

Davon hatten wir im letzten Jahr keinen Gebrauch gemacht, irgendwie hatte es sich nicht so ergeben. Lag vielleicht daran, dass es im “engen” Fjord-Norwegen wenig Möglichkeiten gibt. Dieses Jahr – mehr im Landesinneren – haben wir schon unterwegs einige Plätze gesehen, etwas von der Straße abgelegen.

Einmal haben wir es auch ausprobiert – unweit der RV51 – südlich vom Parkeingang des Jotunheimen NP. Das hat uns schon sehr gut gefallen, und hätte es sich ergeben, hätten wir  sicher auch öfter mal “frei” gestanden.


Unsere Top-Plätze

Ganz so spektakulär wie im letzten Jahr fanden wir die Campingplätze – abgesehen von unserer Zelttour – in diesem Jahr nicht. Das liegt sicher auch daran, dass wir die Route gekürzt und den ganzen Schlenker durch Fjord-Norwegen aufgrund des Wetters gestrichen haben. Denn dort hatten wir einige wirklich schöne Plätze rausgesucht – irgendwann werden wir sie sicher noch erkunden. 😉

  • Zeltplatz mitten in der Natur am Russvatnet
  • Zeltplatz an der Memurubu Hütte
  • Sveastranda Camping am Mjøsa See
  • First Camp Torekov-Båstad (Schweden)
  • “Frei”-Stehen unterhalb des Bitihorn’s an der RV51


Übersicht unserer besuchten Plätze

Hier wird – genau wie im letzten Jahr – wieder sukzessive eine Auflistung und (bebilderte) Beschreibung all unserer besuchten Übernachtungsplätze entstehen.

Bogstad Camping, Oslo  
GPS:59°57'46.0"N 10°38'32.2"EWann: 07.08.18-09.08.18
Preis: 380 NOK (inkl. Strom)Anzahl Plätze:ca. 260 (+Zelt, + Hütten)
Homepage:http://bogstadcamping.noLink zu unserem Reisetag:Tag 4 und Tag 5
Beschreibung:- sehr großer Platz, trotzdem großzügige Stellplätze und schön im Grünen gelegen
- Supermarkt, Tankstelle in unmittelbarer Nähe
- Bushaltestelle am Platz - ca. 30 Minuten nach Oslo ins Zentrum
- Sanitäranlagen waren einigermaßen ok
- einziger Platz, den wir vorreserviert hatten
- teuerster Platz unserer Reise, aber dafür (fast) mitten in der Hauptstadt
unsere Bewertung:4 Sterne



Boondocking an der RV51  
GPS:irgendwo an der RV51 zwischen Beitestolen und Bygdin SeeWann: 09.08.18-10.08.18
Homepage:-Link zu unserem Reisetag:Tag 6
Beschreibung:Parkplatz, etwas zurückgesetzt mit schönem Blick aufs Bitihorn und ins Fjell
unsere Bewertung:4 Sterne



Besseggen Fjellpark, Maurvangen  
GPS:61°29'20.0"N 8°50'34.8"EWann: 10.08.18-14.08.18
Preis: 250 NOK, Strom 30 NOKAnzahl Plätze:ca. 40-50? (+Zelt, Hütten)
Homepage:http://www.maurvangen.no/Link zu unserem Reisetag:Tag 7 und Tag 10
Beschreibung:- sehr gute Lage, wenn man in den Jotunheimen NP wandern will (z.B. Besseggengrat)
- tolle Ausblicke ins Gebirge und auf den Fluss Sjoa
- Plätze selbst haben eher "Stellplatzcharakter", Zeltwiese hingegen ist sehr schön
- kleiner Laden und Café/Restaurant, Waschmaschine vorhanden
- wurde abends sehr voll
- Duschen kosten 15 NOK für 4 min
unsere Bewertung:4 Sterne (wegen der guten Lage)


Zelten am Russvatnet  
GPS:ca. 61°33'34.5"N 8°46'34.9"EWann: 11.08.18-12.08.18
Preis: kostenlos & unbezahlbar zugleichLink zu unserem Reisetag:Tag 8
Beschreibung:- eine von vielen Zeltmöglichkeiten an diesem See
- nahe am nordöstlichen Ufer des Russvatnet, leicht erhöht mit tollem Blick
- kleiner Bach für Wasser in der Nähe
- sogar eine Feuerstelle war hier gewesen
unsere Bewertung:5 Sterne



Zeltplatz an der Memurubu Touristenhütte  
GPS:61°29'18.5"N 8°37'56.6"EWann: 12.08.18-13.08.18
Preis: 150 NOKAnzahl Plätze:große Zeltwiese
Homepage:https://www.memurubu.no/en/about-us/Link zu unserem Reisetag:Tag 9
Beschreibung:- Zeltplatz direkt am Ufer des Gjendesees hinter der Memurubu
- guter Ausgangspunkt, um den Besseggen zu besteigen
- Verpflegungsmöglichkeiten und Gemeinschaftsküchen (10 NOK) in der Hütte
- zu unserer Zeit waren nur eine handvoll Zelte da
unsere Bewertung:5 Sterne

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