Tag 15: Wandern im Dovrefjell und weiter in den Rondane NP


18.08.2018 (Sa) – Wandern im Dovrefjell  (Mehorunden) und dann wieder nach Süden in den Rondane NP

Campingplatz StartFurihaugli Touristenhütte
Campingplatz ZielSolhaug Camping
gefahrene Kilometer92
Highlights / WanderungenDovrefjell Nationalpark
-> Wanderung Mehorunden
Wettermorgens extrem windig und teilweise Regen, später immer besser

Wir hatten an der Furuhaugli Hütte eine Doppelübernachtung, weil wir hier noch eine Wanderung machen wollten, die uns schon in unserem Wanderführer angesprochen hatte und uns dann auch noch in Dombas im Touristencenter empfohlen wurde.  Leider war das Wetter nicht allzu gut angesagt, aber wir starteten nach dem Frühstück trotzdem. Die Tour startete direkt auf dem Campingplatz, das war sehr praktisch, denn so konnte der Camper erstmal stehen bleiben. Weil es sehr windig war und eine “Regenchance” bestand, packten wir uns dick ein.

Es ging gleich ein bisschen hoch und dann nach wenigen Kilometern direkt hoch auf den Mehoe Berg. Wir hatten das Gefühl, die einzigen Wanderer unterwegs zu sein – gefühlte unendliche Weite und nirgends ein Mensch…

Der Wind war extrem – man hatte teilweise Mühe, ein Schritt vor den anderen zu setzen ohne das Gefühl weggeweht zu werden. Je höher wir kamen, desto windiger wurde es. Aber wir ließen uns nicht beirren, und erreichen schnell den Gipfel.

Vom Berg runter ging die Runde noch ein ganzes Stück weiter zu einem See. Der Wind war immer noch so kräftig, und es setzte irgendwann auch noch Nieselregen ein. Also definitiv nicht das beste Wetter für diese Tour, aber irgendwie auch typisch norwegisch.

Am See machte die Runde kehrt, allerdings ging es nicht den gleichen Weg zurück sondern auf der anderen Seite des Berges. Da war es zum Glück etwas windgeschützter. An drei Stellen musste auch ein kleiner Bach überquert werden, dank kleiner Brücken aber gut machbar.

Und so ging es insgesamt 12km und ca. 500 Höhenmeter bei Wind und Nieselregen durch den Dovre Nationalpark. Das Laub hatte sich teilweise schon gelb gefärbt und das Gras in Ansätzen rot – bei besserem Wetter und vielleicht 1 oder 2 Wochen später im Herbst sicher eine richtig tolle Wanderung.

Zurück am Campingplatz haben wir nochmal die schönen großen (und kostenlosen) Duschen genutzt (bei der Zeit mitten am Tag kam allerdings leider nur lauwarmes Wasser). Wir kochten uns im Camper – quasi als Mittagessen – einen großen Topf warmen Milchreis mit Zucker & Zimt. Außerdem nutzten wir hier den Platz, um noch schnell Wasser abzulassen und Frischwasser aufzufüllen und dann ging es gegen 14 auf die Straße.

Erst fuhren wir nach Osten auf der E6 Richtung Hierkinn (wo wir gestern die Moschusochsentour gemacht haben), bogen dann nach Süden ab auf die Fv29. Das dürfte also der nördlichste Punkt unserer diesjährigen Reise gewesen sein.

In Folldal kamen wir an einem Supermarkt vorbei (der erste seit Dombas) und wir nutzten die Chance, unsere Vorräte ein wenig aufzufüllen, auch wenn das Angebot recht durchwachsen war. Aber morgen war Sonntag und da dürften die Läden geschlossen haben. Hinter Folldal bogen wir auf die Rv27 ab, eine der norwegischen Landschaftsrouten – dem Rondanevegen (https://www.nasjonaleturistveger.no/en/routes/rondane).

Jetzt am Nachmittag wurde das Wetter immer besser und es machte Spaß, diese landschaftlich ausgesprochen schöne Route zu fahren.

Hier und da machten wir noch einen kurzen Fotostopp.

Besonders schön waren die Stopps beim Strombu und Stohlbergplassen – wir ließen uns also viel Zeit auf der Tour.

Wir entdeckten unterwegs auch die eine oder andere schöne Boondockiung-Möglichkeit, aber noch war es uns zu früh. Also fuhren wir ein Stück weiter und steuerten irgendwann spontan den Solhaug Campingplatz an, ein Wiesenplatz, komplett leer, aber nett gelegen. Dort gab es auch Hütten zu mieten, später merkten wir, dass zwei der Hütten besetzt waren, aber sonst sind wir den ganzen Abend die einzogen Camper geblieben.

Trotz recht niedriger Temperaturen wurde heute mal wieder der Grill angeschmissen – es gab Lachs mit Salat und Baguette. Gegessen wurde dann aber im warmen Camper.


Tag 15 als Map:


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