Tag 12+13: Wandern im Rondane NP und weiter ins Dovrefjell


15.08.2018 (Mi) – Wandern im Rondane Nationalpark – hinauf zum Storronden

Campingplatz StartOtta Camping
Campingplatz ZielHolum Camping, Dovre
gefahrene Kilometer76
Highlights / WanderungenRondane Nationalpark
-> Radtour zur Rondvassbu
-> von dort aus Wanderung in Richtung Storronden
Wettersehr wolkig, morgens aber trocken. Ab Mittag zunehmend regnerisch

Nach der gestrigen “Flop-Erfahrung” mit der Panorama-Fahrradroute hofften wir heute auf mehr Glück bei der Tourenplanung. Wir packten zusammen und fuhren mit dem Camper Richtung Mysusaeter, direkt hinter Otta ging es einige hundert Höhenmeter auf Serpentinen bergauf. Die Straße war recht schmal und wir waren froh, dass es kaum Gegenverkehr gab. In Mysusaeter kamen wir an eine Schranke, die den offiziellen Parkeingang zum Rondane markierte. Hier zahlten wir 20 NOK Maut und fuhren mit dem Camper weiter auf einer Schotterstraße zum Parkplatz Spranget. Dort angekommen machten wir die Fahrräder fertig, wir wollten zur Rondvassbu-Hütte radeln und von dort eine Wanderung machen.

Der Parkplatz war ganz schön voll, aber zum Glück fanden wir in der Ecke für unseren Vantourer noch ein ausreichend großes Plätzchen. Es gab auf dem Platz einen Radverleih (Freischaltung der Räder per telefonischem Code, sehr fortschrittlich), brauchten wir wegen der eigenen Räder aber nicht.

Wir packten die Rucksäcke, zogen uns einigermaßen warm an, Regensachen wurden eingepackt und los ging’s Richtung Rondvassbu. Die Sonne war draußen, und es gab sehr schöne Fotomotive entlang der Radstrecke. Nach ca. 6km kamen wir an der Hütte an.

Wir stellten unsere Räder ab, schauten uns die Hütte kurz an, bevor wir in Richtung Storronden loswanderten. Das war nicht der einzige Wanderweg der von hier ab ging. Direkt hinter der Hütte ging der Weg sehr steil nach oben, und so hatten wir bereits nach kurzer Zeit ordentlich Höhe erreicht und einen tollen Blick. Kurz überlegten wir hier oben, in’s Illmanndalen hineinzuwandern, entschieden uns dann aber doch für die Gipfeltour. Es war eine eher kurze Wanderung (4km one-way), hatte dabei aber annähernd 1000HM.

Wir marschierten guter Dinge weiter, die Sonne verzog sich jedoch allmählich. Nach und nach verschwand der Berg, den wir erklimmen wollten, in immer dickeren Wolken. Es kam wie es kommen musste – es fing an zu regnen. Schade.

Das war eine ziemlich steile Angelegenheit und viele große Steine, über die wir uns langsam aufwärts schafften. Wolken und Nebel wurden dichter, der Regen wurde mehr, das war nicht mehr so richtig spaßig. Also machten wir erstmal eine Pause, verspeisten die mitgebrachten Brote und zogen so ziemlich alles an, was wir dabei hatten. Beim Essen beschlossen wir umzukehren. Im Regen auf einen in tiefhängenden Wolken liegenden Berg zu wandern, machte nicht so richtig viel Sinn.

Runter ging es schneller als hoch, trotzdem musste man etwas aufpassen, bei den großen blockigen Steinen immer gut Tritt zu fassen.

In der Rondvassbu-Hütte kehrten wir ein, wir waren auch anständig durchgefroren von diesem nasskalten Wetter und freuten uns auf ein warmes, gemütliches Plätzchen. Und genau das gab es hier – total gemütlich und urig ist die Hütte eingerichtet und bietet auch Essen & Getränke an. Wir entschieden uns für Bananenkuchen und Waffeln mit Joghurt und Erdbeermarmelade, dazu 2 Becher Kaffee, für relativ kleines Geld (140 NOK alles zusammen). Absolut empfehlenswert! Übernachtungen sind hier übrigens auch möglich.

Frisch gestärkt und aufgewärmt ging es hinaus und wieder auf die Räder, die wir an der Hütte während unserer Wanderung geparkt hatten. Wir radelten die 6km  zurück zum Camper. Nach kurzem Anstieg hinter der Hütte ging es fast durchgängig leicht bergab. Diesmal verzichteten wir auf die Regenhosen (irgendwie dachten wir, dass die Strecke ja nicht so lang ist) und fanden so direkt raus, dass die neuen Wanderhosen nicht regendicht waren. Völlig durchnässt kamen wir am Camper an – aber auch all den anderen Wanderer, die wir mit den Rädern überholt hatten, ging es nicht besser.

Am Camper zogen wir uns um, wegen der auf halber Strecke beendeten Wanderung war’s noch nicht so spät, wir fuhren wieder runter Richtung Otta und dann weiter auf der E6 nach Norden Richtung Dovre. Dovre passierten wir und begaben uns auf Campingplatzsuche. Die ersten zwei, die wir angesteuert hatten, waren komplett leer. Der dritte war der Holum Campingplatz – idyllisch und ein wenig von der doch recht stark frequentierten E6 zurückgesetzt. Wir beschlossen hier zu bleiben. Außer uns gab es noch zwei der drei andere Camper und wir hatten damit fast freie Auswahl auf der riesigen Wiese. Zwischendurch hörte sogar mal der Regen aus und wir konnten zumindest kurz noch draußen sitzen und auch unsere durchnässten Klamotten trocknen.

Abends kochten wir dann aber drinnen – es gab leckere Wraps mit Hühnchen.

Irgendwann stellten wir fest, dass die Sanitäranlagen nicht der Knaller waren – weder neu noch besonders sauber, ein Klo verstopft, in der Dusche stand das Wasser, der Wasseranschluss auf dem Platz war off, kostete aber ohne Strom auch nur 150 NOK, ein Norwegen-Schnäppchen und für einen Zwischenstopp nicht so schlecht.


Tag 12 als Map:


16.08.2018 (Do) – von Dovre über Dombas zur Furuhaugli Touristenhütte in den Dovrefjell NP

Campingplatz StartHolum Camping, Dovre
Campingplatz ZielFurihaugli Touristenhütte
gefahrene Kilometer30
WetterRegen & kalt

Für heute war mal wieder sehr viel Regen angekündigt, deshalb gab es wenig Programm und wir konnten entspannt ausschlafen. Beim Aufwachen setzte dann auch direkt der angekündigte Regen ein, also keine Eile mit dem Aufstehen.

Erst gegen 9:30 Uhr standen wir auf, kochten uns einen Kaffee und frühstückten entspannt – Brot, Frühstücksei, Orangesaft usw. Anschließend packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns mit dem Camper auf den Weg gen Norden, aber nur ein paar Kilometer bis nach Dombas. Dombas ist die letzte „größere“ Stadt für die nächsten zwei, drei Tage. Naja, groß ist wohl das falsche Wort – sie hat nicht mal 200 Einwohner, aber trotzdem ein Verkehrsknotenpunkt, weil sich hier die Wege kreuzen – die E6 von Oslo nach Trondheim übers Dovrefjell und die E136, wo man übers Gundbrandsdalen zum Geiranger Fjord oder Alesund kommen würde. Entsprechend gut sind die Einkaufsmöglichkeiten.

Also nutzten wir die Gelegenheit und füllten hier mal wieder beim COOP unsere Essensvorräte auf. Außerdem stoppten wir bei der Touristeninfo. Die befand sich in einem Cafe’ – klein und überschaubar, aber sehr freundlich. Wir buchten Tickets für eine Moschusochsen-Safari am nächsten Tag, die an der Furuhaugli Touristenhütte starten sollte (450 NOK p.P.).

Außerdem spazierten wir noch durch ein größeres Sportgeschäft in Dombas (Ulli erstand ein Shirt und wir Imprägnierspray für unsere Schuhe – bei dem Regen sicher kein Schaden ;-)).  Schließlich kauften wir beim Bäcker für später noch sehr leckere Zimtschnecken.

Weiter ging es zur Furuhaugli Touristenhütte. Dort buchten wir direkt für die nächsten zwei Nächte einen Stellplatz – und zu der frühen Uhrzeit hatten wir noch die freie Auswahl. Die Hütte liegt an der E136, also genau zwischen Dovre Nationalpark und Dovrefjell Nationalpark

Schnell haben wir einen schönen Platz gefunden (obwohl das bei diesem Mistwetter fast egal war) und einen entspannten und faulen Resttag verbracht (Zimtschnecken genossen, ausgiebig geduscht – schöne große,saubere Duschen ohne Zeitbeschränkung).

Abends kochten wir uns dann Spagetti Bolognese. Es war nicht nur nass sondern auch anständig kalt. Es fühlte sich nicht wirklich wie Sommer, eher wie Spätherbst an…


Tag 13 als Map:


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