Tag 13 und 14: Über Ainsa in den Ordesa Nationalpark


10.06.2025 (Di) – Weiter westwärts – vom Aigüestortes NP über Ainsa ins Valle de Pineta

Campingplatz StartCamping Voraparc, Espot, Spanien
Campingplatz ZielCamping Pineta, Bielsa, Spanien
gefahrene Kilometer214
Wettertagsüber heiß, abends Gewitter und Regen
Highlights / WanderungBesichtigung der Stadt Ainsa
Fahrt durch die Schlucht „Congosto de Ventamillo“

Heute verließen wir den schönen Campingplatz und damit auch den Aigüestortes-Nationalpark. Doch wir hatten keine Eile: Ausschlafen und ein gemütliches Frühstück in der Sonne standen zuerst auf dem Programm. Gegen 11 Uhr waren wir startklar – Zeit, die Pyrenäen weiter westwärts zu erkunden.

Zunächst führte uns die Straße nordwärts auf die C28, die sich in zahlreichen Serpentinen hinauf auf den über 2.000 Meter hohen Port de la Bonaigua schlängelt. Wieder einmal bot sich ein beeindruckendes Panorama, und die Straße war angenehm breit. Hier und da kämpften sich Radfahrer den Berg hinauf – bei der Steigung sicher kein Vergnügen!

Später wechselten wir auf die N260, die anfangs eher unspektakulär durch flachere Gegenden führte. Doch nach einer Weile wurde die eigentlich recht große Straße deutlich schmaler und spannender: Sie schlängelte sich durch eine enge Schlucht mit steil aufragenden roten Felswänden und einem türkisblauen Fluss zu unserer Rechten – die Congosto de Ventamillo, wie wir später herausfanden. Vor uns fuhr ein LKW, was sonst meist lästig ist, hier aber ganz hilfreich war – so bekamen wir ein gutes Gefühl für die engen Passagen 😅.

Am frühen Nachmittag erreichten wir das Städtchen Aínsa, das wir uns unbedingt ansehen wollten. Wir steuerten den großen Wohnmobilparkplatz oberhalb der Altstadt an – dort kann man für 8€ übernachten oder stundenweise für 1,50 € parken. Außer uns standen nur wenige andere Camper dort. Bei mittlerweile 34 Grad 🥵 fiel die Stadtbesichtigung allerdings etwas kürzer aus – aber für einen kleinen Rundgang und ein erfrischendes Eis reichte es allemal.

Anschließend fuhren wir weiter nach Bielsa, auf der Ostseite des Ordesa-Nationalparks. Von dort bogen wir ins hübsche Valle de Pineta ab. Kaum hatten wir Aínsa hinter uns gelassen, zogen dunkle Wolken auf, und wenig später begann es zu gewittern und kräftig zu regnen. Das hielt sich bis in den Abend – immerhin kühlte es dadurch angenehm ab.

Für die Nacht haben wir auf dem Camping Pineta eingecheckt. Von hier aus wollen wir morgen in ein nahegelegenes Wandergebiet starten, heute Abend gabs in einer kleinen Regenpause nur einen kurzen Abendspaziergang.

 

Unsere Fahrt als Map:


11.06.2025 (Mi) – Wandern im Pineta Tal und Weiterfahrt nach Torla (Ordesa NP)

Campingplatz StartCamping Pineta, Bielsa, Spanien
Campingplatz ZielCamping Rio Ara, Torla, Ordesa NP, Spanien
gefahrene Kilometer100
Wettertbd
Highlights / WanderungWanderung im Pineta Tal
Ordesa Nationalpark
Abendessen in Torla

Bereits gestern waren wir ins Pineta-Tal gefahren, einen östlichen Ausläufer des Ordesa-Nationalparks, und hatten dort auf einem Campingplatz übernachtet. Hinter dem Platz führt die Stichstraße noch etwa fünf Kilometer tiefer ins Tal bis zu einem großen Wanderparkplatz. Als wir gegen 9 Uhr dort ankamen, war er fast leer – keine zehn Autos und nur ein weiterer Camper. Die Größe des Platzes lässt aber erahnen, was hier in der Hauptsaison oder an Wochenenden los sein muss.

Für heute hatten wir nur eine kleinere Wandertour geplant. Der Weg führte zunächst schattig durch den Wald – über Stock und Stein stetig bergauf, etwa 300 Höhenmeter. Nach gut zwei Kilometern erreichten wir eine Hochebene, von der sich ein beeindruckender Blick auf einen gewaltigen Bergkessel eröffnete – eine grandiose Kulisse. Von dort verlief der Pfad weitgehend eben weiter in ein Hochtal hinein. Links grasten Kühe, rechts Pferde, und vor uns rauschte ein Wasserfall.

Im Wanderführer hatten wir gelesen, dass die Wiesen im Frühjahr voller Blumen stehen – nun, die meisten waren bereits verblüht, aber auch so war es sehr schön hier oben. Hoch über uns kreisten riesige Vögel – leider ohne Fernglas schwer zu erkennen, ob es Adler oder Geier waren.

Für den Rückweg nahmen wir denselben Pfad. Jetzt kamen uns deutlich mehr Wanderer entgegen, während wir auf dem Hinweg und am Wasserfall fast allein gewesen waren. Eine wirklich lohnende und zugleich angenehme Tour – perfekt, um einen ersten Eindruck vom imposanten Ordesa-Nationalpark zu bekommen.

Nach der Wanderung verließen wir das Pineta-Tal, machten in Bielsa noch einen kurzen Stopp im Supermarkt und fuhren dann auf die andere Seite des Nationalparks – nach Torla, dem Hauptzugang. Luftlinie liegen der Parkplatz im Pineta-Tal und Torla nur rund 17 Kilometer auseinander, die Fahrstrecke hingegen beträgt fast 100 Kilometer.

Am Nachmittag checkten wir auf dem Campingplatz Río Ara ein, der malerisch am gleichnamigen Fluss liegt und einen tollen Blick auf die Bergketten des Nationalparks bietet. Am Abend gönnten wir uns ein leckeres Essen im kleinen Ort Torla – Tapas und Pizza. Von den angekündigten Gewittern blieben wir zum Glück verschont; nur in der Nacht regnete es leicht.

Unsere Fahrt als Map:


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