Tag 5 – Schneeschuhwandern bei Inari

14.02.2024 (Mi) – Schneeschuhwanderung durch traumhafte Winterlandschaft & Rast in einer Hütte am See

Heute war unser vierter Tag vor Ort und nach Snowmobiltour, Rentierfarm und Huskytour stand wieder ein tolles Highlight auf dem Programm – Schneeschuhwandern. Zunächst konnten wir wieder in aller Ruhe unser Frühstück im Hotel genießen. Wieder war das Wetter gut – es schien die Sonne, dazu gab es zweistellige Minusgrade, aber es war nicht so kalt wie zu Beginn unserer Reise. Gegen 09:30 Uhr trafen wir uns am Hoteleingang, wir hatten uns wieder dick angezogen.

Wir waren froh, als wir merkten, dass wir nur eine kleine Gruppe waren, sechs Leute + ein netter junger Guide aus Slowenien. Wir fuhren ein kleines Stück mit dem Auto auf der Hauptstraße, bogen aber direkt wieder ab und dann ging es ziemlich steil die verschneite schmale Straße hinauf. Obwohl es gar nicht so weit vom Hotel entfernt war, waren die Bäume hier deutlich stärker in Schnee eingehüllt, das sah toll aus. Schon bald kamen wir an einem Wanderparkplatz an und waren total begeistert von dieser wunderschönen Schneelandschaft hier oben, die Sonne tat ihr Übriges…

Wir zogen uns die Schneeschuhe an – von unserer Nachtwanderung vor wenigen Tagen waren wir damit schon ganz gut vertraut – und dann ging es los. Unser Weg führte durch den wunderschön verschneiten Winterwald, es war so schön, deshalb mussten wir immer wieder anhalten, um das eine oder andere Foto zu machen. Das war aber kein Problem, wir hatten ausreichend Zeit. Zwischendurch erzählte uns der Guide immer wieder nette Geschichten über Lappland und den Winter.

Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir auf einmal eine große Lichtung. Der Guide klärte uns dann auf – diese Lichtung war ein großer zugefrorener See unter einer Schneedecke – der See Tuulisjärvi.  Am Ufer des Sees standen einige kleine Holzgebäude – zum einen Toiletten, zum anderen eine Hütte, in der man sich aufwärmen, etwas kochen und zur Not sogar übernachten konnte, ausreichend Feuerholz, eine volle Gasflasche und ein Kocher waren vorhanden. Solche Holzhütten gibt es ganz viele in der finnischen Natur verteilt und für alle Wanderer und Outdoorer – Sommer wie Winter – kostenlos nutzbar.

Toll!

Hier machten wir ausgiebig Pause, unser Guide heizte den Ofen mit Holz ein und machte sich dann ans Kochen. Es gab Döner mit Rentierfleisch und Cranberry-Soße. Alle Zutaten, die für die Zubereitung des Essens gebraucht worden, hatte er mit seinem Rucksack hierher getragen. Anschließend gab es noch für jeden ein Heißgetränk nach Wahl (Kaffee, Tee, heiße Schokolade) und Kekse.

Unsere kleine Wandertruppe war richtig nett – ein Pärchen aus Belgien, zwei Schweizer Mädels, wir beide + der Guide. So hatten wir eine richtig nette und lustige Pause in dieser urigen Hütte. Gegen 13:00 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg, es ging nicht exakt den gleichen Weg zurück, sondern eine kleine Runde durch den Wald. Immer noch waren wir von dem Schnee und der Lichtstimmung begeistert.

Nach ca. einer Stunde waren wir wieder an unserem Auto zurück, verstauten alles und fuhren die paar Kilometer zum Hotel zurück. Auf dem Weg nach unten kam uns ein deutsches Wohnmobil entgegen, das wohl auch diesen Wanderparkplatz anpeilte. Ob sie es den eisigen Berg nach oben schafften? Wir wissen es nicht, aber wir bekamen sofort Lust, diesen Platz auch mal im Sommer oder Herbst mit unserem eigenen Camper aufzusuchen… 😉

Am Nachmittag nutzten wir nochmals die kleine gemütliche Sauna in unserem Chalet, um uns von der Wanderung wieder aufzuwärmen.

Den Abend verbrachten wir im Hotel, heute gab es keine weitere geplante Aktivität. Also hieß es “Füße hochlegen”, was mir, Ulli, doch sehr entgegen kam, denn mittlerweile war ich von meiner Erkältung ganz schön platt.

 


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  • tbd

 

 


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