Kastenwagen – optimiert auf wenig Platz

So ein Kastenwagen ist eine feine Sache. “Nur” 6 Meter Länge und trotzdem alles Wichtige dabei – Fahrerkabine, Wohnbereich, Küche, Bad, Bett und ein “Keller” unterm Bett. Trotzdem haben wir uns im Vorfeld gefragt, ob man denn alles, was man so auf Reisen braucht, wirklich gut verstaut bekommt. Denn so üppig, wie bei großen Wohnmobilen ist der Stauraum nun auch wieder nicht. Schnell kommt einiges zusammen, was man unterwegs gern dabei hätte – Fahrräder & Zubehör, sonstiger Outdoorkram, Tisch, Stühle, Grill, Klamotten, Essen, Badutensilien, und, und, und…

Deshalb haben wir die letzten Wochenenden und natürlich auch unsere Kurzreisen genutzt, um unseren Vantourer bzgl. Stauraum immer weiter zu optimieren. Schließlich wollen wir bald für 4 Wochen auf große Reise.

  • Wie bekommt man alles unter?
  • Wie vermeidet man, dass man Sachen immer wieder sucht?
  • Wie verhindert man ständige Räumaktionen?
  • Wie steht man sich nicht ständig gegenseitig im Weg?

Eric hat sich vorallem um den “Kellerausbau” gekümmert, ich hingegen bin für die Ordnung in Bad & Küche zuständig. Also fast ne klassische Rollenverteilung 😉

Der Keller

Der Keller ist natürlich kein Keller, sondern einfach nur der Stauraum unter dem Bett. Kofferraum könnte man ihn auch nennen, aber passt ja auch nicht, weil man im Wohnmobil zum Glück ohne Koffer reist. Also heißt der Platz bei uns Keller. Das Bett ist ungefähr 1,40 x 1,95. Ganz so viel Stauraum gibt es eine Etage tiefer leider nicht. Denn rechts im Heck sitzt der 100Liter-Frischwassertank und link im Heck ist der Gaskasten, der für zwei 11-Liter-Flaschen Platz bietet. Deshalb bleibt am Ende nur eine Fläche von ca. 0,8×1,3 Meter, die wir vollstellen können und ein paar (versteckte) kleine Staufächer.

Das haben wir so optimiert:

  • Kofferraummatte, damit der Boden geschützt ist (passt ziemlich perfekt)
  • Anbringen zusätzlicher Ösen (vom Baumarkt), um insgesamt 4 Spanngurte zu befestigen
    • diese halten den großen Tisch, Stühle, und den kleinen Beistelltisch
  • große Kisten, die die kleineren Sachen zusammenhalten
    • Kiste für Grill & Zubehör (verhindert auch, dass man den Grill im Auto riechen kann)
    • Kiste für Werkzeug, Stromkabel usw.
    • Kiste für sonstigen Outdoorkram, wie MTB-Schutzbleche, Fahrradhelme

Der Durchgang vom Keller zum Wohnbereich ist standardmäßig durch ein großes Brett abgetrennt. Das fanden wir nicht so praktisch, weil man damit selbst an Kleinigkeiten immer nur über die Hecktür rankommt. Hinzu kam, dass dieses Brett beim Fahren recht nervig gequietscht hat. Also haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das große Brett ist rausgekommen und wir haben es durch zwei schmale Bretter ersetzt. So können wir zwischen den Brettern vom Wohnraum in den Keller durchgreifen, außerdem sind die Bretter nur eingehakt und man kann sie recht einfach rausnehmen, wenn man mal einen größeren Durchgriff braucht.

Hier der vorher-nachher-Vergleich:

 

 

 


Dann gibt es noch einige Sachen, außerhalb der Kisten im Keller wohnen, weil sie sperrig sind oder man sie im häufigen Zugriff hat, z.B. die Leveler, Standluftpumpe (für die MTB’s) und die Gießkanne zum Befüllen des Wassertanks.

Damit ist der Keller schon ziemlich gut gefüllt. Die verbleibenden Lücken werden mit Getränken aufgefüllt.


Einen Blick in unseren Wohnraum und speziell in die Küche gibt es im nächsten Beitrag. 🙂

3 Kommentare

  1. Jindriska Krichbaum

    Hi Ulli!
    Da habt ihr super Lösung gefunden.
    Ich wünsche euch für die 4 Wochen ein schönes Wetter, Spaß werdet ihr schon haben:)! Norwegen ist wunderschön.
    LG, Jindra

  2. Ich habe, ebenfall im VanTourer 600, den Keller durch zwei senkrechte Wände der Länge nach in 3 Bereiche geteilt. In der Mitte sitzen auf Alu-Winkeln insgesamt 4 Grösse Kunststoffkisten. Zwei von vorne zugänglich für Lebensmittel und zwei von hinten für Schuhe und Grösse Wäscheteile. Rechts und links daneben stehen dann Tisch und Stühle, durch die trennende einzeln nach hinten entnehmbar ohne dass etwas umfällt.

  3. Pingback:Kastenwagen optimiert auf wenig Platz - Teil 3 (das Bett) - DezemberCamper

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