Alaska Wildlife Center & Independence Mine

05.09.2016 – Alaska Wildlife-Center und nach Norden an den Eklutna Lake

Campground StartWilliwaw CG, Portage, Alaska
Campground ZielEklutna CG, Chugach Statepark, Alaska
gefahrene Kilometer152
Highlights & WanderungenAlaska Wildlife Center, Seward Highway
Chugach Statepark
Thunderbirds Falls

Schon beim Aufwachen tropfte der Regen auf’s Dach. Na hoffentlich wird das Wetter heute wenigstens etwas besser als gestern… Zum Frühstück gab es Toast mit Nutella und Erdnussbutter. Dann schauten wir schnell zum „Salmon Viewing Deck“, einer kleinen Aussichtsplattform in direkter CG-Nähe. Lachse gab es viele zu sehen, aber keine Bären wink .

Von hier starten noch einige kleinere Trails, aber so einladend sah das Wetter nicht aus – die Wolken hingen total tief. Also das Wohnmobil abfahrbereit gemacht und los ging es. Unser erstes Tagesziel war nur wenige Meilen vom Campground entfernt – das „Alaska Wildlife Conservation Center“. Hier werden einheimische Tiere gezeigt, oftmals auch gerettete Tiere, die hier aufgenommen werden, z.B. die Bären und Wölfe. Man kann den Park zu Fuß erkunden, aber eigentlich fährt man mit dem Auto durch. Das ist erstmal etwas ungewöhnlich, aber eigentlich auch ganz witzig. Da fühlt man sich fast wie bei einer Safari in Afrika, vom Regenwetter mal abgesehen. Aber genau wegen des Regenwetters und der schlammigen Wege war es ganz gut, die größeren Strecken mit dem Camper nehmen zu können.

Es gab Elche, Wapitihirsche, Rehe, Bisons, Moschusochsen, Cariboos, einen Fuchs und ein Stachelschwein zu sehen. Eine kleine Auswahl unserer “Fotoausbeute”:

Highlight waren ganz sicher die Braun- und Schwarzbären, vor allem auch ein Schwarzbärenjunges, welches im Juni ganz verwahrlost in der Innenstadt von Anchorage aufgegriffen wurde. Bei den Bären durften wir eine Fütterung miterleben, was die doch sehr trägen Tiere veranlasst hat, eine etwas fotogenere Position einzunehmen…

Auch hier war es ähnlich wie gestern im Sealife-Center – anfangs angenehm leer, dann immer voller.

Gegen Mittag setzten wir unsere Fahrt Richtung Norden fort. Die Straßen waren heute an Labor Day ganz schön voll – man merkte, dass man in der Nähe der einzigen Großstadt Alaskas war – Anchorage. Der Seward Highway war heute gar kein Vergleich zu unserer Herfahrt am vergangenen Freitag – die Wolken hingen tief, es regnete, alles grau in grau und das Meer (Turnagain-Arm) kaum zu sehen, ganz zu schweigen von den Bergketten, die man heute nicht mal erahnen konnte.

In Anchorage suchten wir uns noch schnell einen Starbucks, um das Wetter upzudaten. Leider sollten auch die nächsten Tage noch durchwachsen bleiben, wenn auch nicht ganz so verregnet. Naja, was solls…

Wirklich schade, dass auch heute das Wetter so schlecht war, denn am Seward Highway, der ja den Chugach SP streift, gibt es viele schöne Wanderungen mit tollen Ausblicken… Hatten wir uns vorher rausgesucht, machte aber heute leider keinen Sinn. Aber zumindest der kurze Trail zu den Thunder Bird Falls wurde noch in Angriff genommen, ca. 1 Meile one way.

Diese gehört auch zum Chugach Statepark (SP) und bietet auch diverse Wandermöglichkeiten. Bei besserem Wetter wären wir noch den „Twin Peak Trail“ gelaufen, der eine tolle Aussicht auf den Eklutna Lake (der größte Lake im Chugach SP mit ca. 9 Meilen Länge und 1 Meile Breite) bietet. So liefen wir nur ein Weilchen am See entlang. Sehr idyllisch hier, bei blauem Himmel und Sonne aber sicher nochmal viel schöner.Kurz hinter den Falls war unser heutiges Tagesziel, die Eklutna Recreation Area. Immerhin ließ der Regen nach und so grillten wir später auf dem CG unseren frischen Lachs in Freien und wagten sogar ein Lagerfeuer. Trotz leichtem Nieselregen richtig schön!

 


06.09.2016 – Durch den Nebel zur Independence Mine und über den Glenn Highway

Campground StartEklutna CG, Chugach Statepark, Alaska
Campground ZielTolsona Wilderness CG, Glenn Highway, Alaska
gefahrene Kilometer298
Highlights & WanderungenIndependence Mine
Hatcher's Pass Road
Glenn Highway

Es regnete die ganze Nacht immer wieder und auch am Morgen war die Sonne nirgends zu sehen. Wir wollten weiter Richtung Osten auf den Glenn Highway, ein genaues Tagesziel hatten wir nicht, wir hatten nur ganz locker geplant. Zum Frühstück gab es heute nur Müsli, dann machten wir den Camper abfahrbereit und los ging’s. Erstmal zurück auf der Eklutna Road ca. 10 Meilen bis zum Ausgang. Die Straße lag teilweise noch in dichtem Nebel. Dann ging es erstmal ein Stück nach Norden.

Die Abfahrt auf den Glenn Highway war gesperrt, also fuhren wir der Umleitung hinterher, landeten nochmal in Palmer und dort direkt bei einem Safeway/Starbucks. Kleiner Einkauf, Wetter-Update. Es sollte heute eher regnerisch sein, das war ja mal ‘ne Überraschung. Wir fuhren weiter, unser erstes Ziel des Tages war die Independence Mine. Wir nahmen die Abfahrt Richtung Hatcher Pass, fuhren einige Meilen, dann ging es immer mehr bergauf, an einem hübschen Wildbach hielten wir an und machten ein paar Bilder.

Dann ging es weiter, fast war es, als würden wir in den Wolken fahren, immer mal wieder wurde die Sicht besser – und dann wieder schlechter. Irgendwann kamen wir schließlich am Parkplatz für die Independence Mine an. Die Mine war aber nicht da, die Weiterfahrt durch eine Schranke blockiert, das Visitor Center geschlossen. Vermutlich nicht „for the season“, sondern weil Dienstag war. Eine Rangerin, die die State Park Zahlungen kontrollierte, versicherte uns aber, dass die Independence Mine über uns im Nebel läge und nicht mal eine Meile entfernt wäre. Also stiefelten wir die Strasse hoch, machten Nebel-Bilder, mit uns war noch eine ganze Reihe von Leuten unterwegs. Bald kamen wir am Independence-Mine-Komplex an, es gefiel uns gut dort oben, das neblige Wetter passte stimmungsmässig gut zu den verfallenen Gebäuden. Wir schauten uns ausgiebig um, machten einen Haufen Bilder.

Gegen ein Uhr ging es zurück zum Camper. Dann die Hatcher’s Pass Road wieder zurück Richtung Glenn Highway, kurz kam mal fast die Sonne raus.

Aber schon bald fing es wieder anständig an zu schütten. Das ging eine ganze Weile so, der Glenn Highway wäre bei schönem Wetter eine tolle Strasse gewesen, so war es nur „ganz nett“. Die Wälder hatten sich schon sehr herbstlich verfärbt, wenn es höher hinauf ging, war auch der Tundra-Bewuchs schon gelb und rot, aber ohne Sonnenlicht kam das alles nicht so richtig zur Geltung. Trotzdem gab es hier und da auf dem Glenn Highway einen kurzen Fotostopp, u.a. am Matanuska Gletscher.

Kurz vor Glennallen fuhren wir unserem CG für die Nacht an, der Tolsona Wilderness Campground. Ein sehr schöner Platz, zwar privat, aber schön im Wald gelegen, große Sites mit Firepits, teilweise sehr idyllisch am Wasser gelegen. Außerdem Duschen, Strom- und Wasseranschluss, ein funktionierendes Wifi, Laundry. Was will man mehr?

Besseres Wetter hätten wir gewollt, wegen Regen fiel das Lagerfeuer leider aus, wir widmeten uns aber ausgiebig der Körperpflege, dateten unsere Apps ab, schickten Grüße nach Hause, schauten was so passiert war auf der Welt. Gekocht wurde im Womo, es gab leckere Wraps.

Für den nächsten Tag war für Glennalen kein Regen angesagt, für Valdez auch nicht. Wir hatten einen Tag Luft, somit verdichtete sich unser Plan, am nächsten Tag den Richardson Highway Richtung Valdez zu fahren. Vielleicht würden wir mit schönem Wetter belohnt und für die inzwischen zahlreichen Regentage ein bisschen entschädigt.


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