Tag 39 – 41: Rückreise durch Schweden – 1500km südwärts


02.10.2020 (Fr) – Schweden – großer Fahrtag #1 (vom Abisko NP 500 km nach Süden)

Campingplatz StartTorneham Parkplatz vor dem Abisko NP, Schweden
Campingplatz ZielNaturrastplatz nahe E45 bei Slagnäs, Schweden
gefahrene Kilometer525
Highlights:Polarkreis überquert
Rentiere auf der E45
WetterAnfangs neblig
meistens sonnig und trocken

Gegen 8:45 starteten wir im Abisko Nationalpark unsere lange Heimreise. Bis nach Hause lagen von hier aus ca. 2800 km Kilometer vor uns, es war eine ziemlich direkte Fahrt nach Süden geplant. Ggf. würden wir einen Teil der Strecke (Göteborg-Kiel) mit der Fähre abkürzen, aber auch bis Göteborg waren es schon etwa 1700 km.

Bis Kiruna ging die Strecke an der Bahnlinie entlang und war eher karg, Kiruna selbst fanden wir nicht sehr attraktiv, sehr vom Bergbau geprägt, danach wurde die Fahrt waldiger. Wir waren immer noch auf der E10, die von den Süd-Lofoten in Norwegen bis nach Lulea in Nordostschweden führt. Wir hätten sie theoretisch bis zu Ende und von dort auf der E4 an der Ostsee entlang nach Süden fahren können.

Wir entschieden uns allerdings für die E45, den sogenannten „Inlandsvegen“, nicht die schnellste Route, aber angeblich die landschaftlich schönere. Anfangs waren hier die Laubbäume, genau wie im Abisko, schon recht kahl. Je weiter wir nach Süden kamen, um so mehr kam das gelbe Herbstlaub zurück, das sah wirklich schön aus. Irgendwann kam auch die Sonne raus, so machte die gemütliche Fahrt über leere Straßen und durch gelb/grüne Wälder Spaß.

Kurz hinter Jokkmokk – nach über 300 km und mehr als 4 Stunden Fahrt – passierten wir den Polarkreis. Hier gab es einen Parkplatz, wo wir eine Pause einlegten. Das dazugehörige Restaurant und das Infocenter waren geschlossen, auf der anderen Straßenseite (hierfür gab es praktischer Weise einen kleinen Fußgängertunnel, der unter der E45 durchführte) befand sich ein netter See mit Holzhütte und einem Tipi – schwedische Idylle. Auch ohne Tunnel hätte man es aber über die Straße geschafft, so viel Betrieb war nicht auf der E45.

Dann war ein Fahrerwechsel angesagt – das erste Mal in diesem Urlaub! Ullis Fahrpremiere stand auf dem Programm. Es dauerte nicht lange, da wurde ihr schon eine Vollbremsung abgefordert – erst drei, später etliche weitere Rentiere überquerten die Straße. Das war wirklich typisch Schweden, fehlte nur noch ein Elch.

Kurze Zeit später gab es nochmal einen kleinen Pause, auch hier war es idyllisch. Die Rastplätze in Schweden waren sehr gut ausgestattet – überall saubere, kostenlose Toiletten und ausreichend Platz für Picknick, meist etwas von der Straße zurückgesetzt.

Nach ca. 530 km suchten wir uns über Park4Night einen schönen Boondockingplatz, ca. 2 km von der E45 entfernt an einem See. Wunderschön. Hier hätte man auch Lagerfeuer machen können, aber wir hatten leider kein Feuerholz dabei. Ausreichend Platz gab es für mehrere Camper – viele einzeln abgetrennte Bereiche, zum Teil mit Tisch-Bank-Kombination und mit Feuerstellen. Aber wir blieben die ganze Nacht ganz allein an diesem tollen Platz.

 

unser Tagestour als Map:



03.10.2020 (Sa) – Schweden – großer Fahrtag #2 (bis ca. 100km südlich von Östersund)

Campingplatz StartNaturrastplatz nahe E45 bei Slagnäs, Schweden
Campingplatz Zielkleiner Parkplatz nahe E45 bei Rätan, Schweden
gefahrene Kilometer497
Highlights:leckere Burger in der Mittagspause
Wetter?

Auch an diesem Tag ging es wieder kurz vor 9 Uhr los. Das war wirklich ein idyllischer Nachtplatz, auch wenn es jetzt recht neblig war und auch leicht regnete. Als nach 2 Stunden Fahrt die Sonne rauskam, machte die Fahrt gleich wieder etwas mehr Spaß. Die Landschaft unterschied sich kaum von den letzten hunderten Kilometern auf den Inlandswegen – einsame Straße und viele Bäume links und rechts, nix für Baumallergiker. Ab und zu fuhr man durch eine kleine Ortschaft und die Inlandsbanen kreuzte hier und da den Inlandsvegen.

Das Frühstück ließen wir ausfallen, dafür suchten wir uns in Strömsund – einer etwas größeren Stadt, die wir nach ca. 300 km erreichten – ein kleines Schnellrestaurant. Hier gab es richtig leckere Burger, fast ein kleines Tageshighlight 😉 . Danach nutzten wir noch die Gelegenheit, um auf einem Rastplatz und einer Tankstelle in der Stadt zu dumpen, Frischwasser aufzufüllen und den Müll zu entsorgen (im Gegensatz zu Norwegen wurde Mülltrennung hier groß geschrieben, so zumindest unser Eindruck).

Weitere 100 km südlich erreichten wir Östersund. Wir verzichteten allerdings auf eine Stadterkundung, sondern ließen die Stadt quasi rechts liegen. Lediglich einen COOP nutzten wir schnell, um unsere Essensvorräte noch ein wenig aufzufüllen.

Danach gab es wieder einen Fahrerwechsel – Ulli fuhr die letzten 90 km. Dann entschieden wir uns, einen Platz für die Nacht zu suchen. Genau wie am Vortag stellten wir fest, dass 500 km auf dem Inlandsvegen als Tagesetappe absolut ausreichend sind. Zunächst steuerten wir in Rägnas einen Campingplatz an. Der war noch geöffnet, aber die Rezeption war nicht besetzt. So richtig überzeugte uns der Platz nicht, deshalb ging es ein kleines Stück zurück, wo wir vorher einen netten Platz gesehen hatten, der auch bei Park4Night eingetragen war. Er lag an einem kleinen Hafen, direkt am Wasser, etwas zurückgesetzt von der Straße.

Genug Wasser hatten wir noch an Bord (hatten ja erst heute Mittag in Strömsund an der Tankstelle aufgefüllt), so konnten wir auch im Camper duschen.

 

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04.10.2020 (So) – Schweden – großer Fahrtag #3 (von Rätan an den Vänern)

Campingplatz Startkleiner Parkplatz nahe E45 bei Rätan, Schweden
Campingplatz ZielAskeviks Camping & Stugby, Sjötorp, Schweden
gefahrene Kilometer493
Highlights:der Blick auf Europas größten See - Vänern
Wetterziemlich durchwachsen, nachmittags zunehmend verregnet

Wieder stand ein Fahrtag an, ansonsten war nicht viel geplant. Das Wetter war schlechter als an den letzten beiden Tagen – eher düster und verregnet. Nicht die besten Aussichten für den Fahrtag, aber es nützte ja nichts. Wir mussten weiter.

Anfangs waren wir unschlüssig, wie wir südlich von Mora unsere Fahrt fortsetzen und ob wir links oder rechts um den Vänern, Schwedens größter See (sogar der größte See der EU), herumfahren sollten. Dieser See war ein ganz gutes Tagesziel, da er ca. 500km von unserem Tagesstart entfernt lag.

Wir entschieden uns für die östliche Seite, d.h. kurz hinter Mora (nach ca. 250 km Fahrt) verließen wir den Inlandsvegen E45. Bald waren wir auf gleicher Höhe wie Oslo, also schon ganz schön weit südlich.

Nach mehreren Nächten auf Stellplätzen entschieden wir uns mal wieder für einen Campingplatz, die Boondocking-Möglichkeiten, die wir auf Park4Night fanden, waren im Süden Schwedens deutlich weniger zahlreich als im ruhigen Norden. Der Campingplatz “Askeviks Camping” war ziemlich genau auf der Höhe von Larvik, wo vor ungefähr 6 Wochen unsere Fähre in Norwegen angelegt und unser langer Skandinavien-Urlaub begonnen hatte. Es sollte unsere letzte Nacht in Skandinavien sein, für den folgenden Abend hatten wir die Fähre Göteborg-Kiel gebucht.

Viele Bilder entstanden an diesem Tag nicht – nach sechs tollen und abwechslungsreichen Wochen fehlte uns an diesem eher verregneten Tag etwas die Lust (und auch die Motive) zum Fotografieren.

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