Tag 22 – 24: Stadttag in Tromsø und Erkundung der Inseln Kvaløya und Sommarøya


15.09.2020 (Di) – Tromsø – Stadtrundgang & Museum

Campingplatz StartTromsø Lodge & Camping, Norwegen
Campingplatz ZielTromsø Lodge & Camping, Norwegen
gefahrene Kilometer0
Highlights:- Stadterkundung Tromsø
- Polaria Museum
- Eismeerkathedrale
Wetterwechselhaft, teilweise starker Regen

Für heute war die Stadtbesichtigung von Tromsø geplant. Am Vorabend konnten wir die Stadt ja schon von oben bewundern, heute wollten wir sie aus der Nähe erleben. Der Camper konnte stehen bleiben, denn wir hatten auf dem Campingplatz eine Doppelübernachtung geplant.

Da wir nicht wussten, ob wir in Tromsø ein nettes Frühstückscafė finden werden, frühstückten wir lieber schon auf dem Campingplatz. In der Rezeption werden Brötchen verkauft, das fanden wir ganz praktisch (und ist für Norwegen ja gar nicht so typisch). Leider schmeckten sie nur mäßig, aber immerhin waren wir satt.

Nach 10 machten wir uns irgendwann auf den Weg in die Stadt. Wir hatten erst den Gedanken, unsere Fahrräder zu nutzen, entschieden uns dann aber dagegen. Das Wetter war recht durchwachsen, es ging also direkt mit Regenschirmen los. Vom Campingplatz in Tromsdalen braucht man ungefähr 30 Minuten bis ins Zentrum von Tromso. Auf der “Tromsdalen-Seite” kommt man zunächst an der Eismeerkathedrale entlang, dann geht es über die große Brücke. Sie ist sehr stark befahren, hat aber auf beiden Seiten Fuß- und Radweg. Alternativ wären auch mehrere Buslinien gefahren.

Zunächst schauten wir uns das Hafenviertel an, wo sich auch das Polarmuseum fand. Hierüber hatten wir Gutes gelesen, wollten aber erstmal ein bisschen durch die Stadt schlendern. Am anderen Ende des Zentrums gibt es das “Museum Polaria” – klingt fast genauso, ist aber doch ganz anders. Jetzt entschieden wir uns für eine Museumserkundung. Es war kurz vor Zwölf – eine ziemlich perfekte Zeit, denn 12 Uhr startete der Film über die Nordlichter, halb eins war eine Robbenfütterung angekündigt und 13 Uhr sollte der zweite Film – über Spitzbergen – gezeigt werden. Außer uns waren nur eine Handvoll weiterer Touristen im Museum. Neben den Filmen und den Robben zeigt das Museum noch eine moderne Ausstellung über die Polarwelt, das Meer und den Klimaschutz. Alles zusammen recht interessant.

Zurück in der Stadt, kehrten wir im Hafenviertel in das Restaurant Kaia ein. Wir gönnten uns Fish&Chips und einen Rentierburger. Auch hier waren wir wieder fast die einzigen Gäste. Das lag sicher auch daran, dass heute kein Hurtigrutenschiff anlegte, wegen Corona wurde gerade jedes dritte Schiff gecancelled. Während wir drinnen im Warmen unser Essen genossen, gab es draußen einen ziemlichen Wolkenbruch…

Nach dem Essen schlenderten wir noch ein bisschen durch die Stadt und durch ein paar Geschäfte. Auf dem Rückweg schauten wir noch in die berühmte Eismeerkathredrale rein. Es war halb fünf und man war – auch wegen Corona viel früher als üblich – kurz davor, die Kirche zu schließen.

Später verbrachten wir einen gemütlichen Abend im Camper. Gut dass wir gestern abend schon auf dem Aussichtsberg gewesen waren. Heute hätten wir Tromsø von oben nur im Regen erlebt.

 

Heute keine Autotour als Map sondern unsere “Wandertour” ins Zentrum:

 


16.09.2020 (Mi) – Fahrt nach Kvaløya und Sommarøy und Wanderung auf den Hillesøytoppen

Campingplatz StartTromsø Lodge & Camping, Norwegen
Campingplatz ZielParkplatz vor der Brücke nach Sommarøy
gefahrene Kilometer145
Highlights / Wanderung:- Inseln Sommarøya und Kvaløya
- Wanderung auf den H???Toppen
Wetterwechselhaft, teilweise starker Regen

Die Wettervorhersage war ganz gut, deshalb wollten wir das Umland von Tromsø erkunden. Wir hatten uns sogar den Wecker gestellt, um möglichst viel zu erleben. Gegen acht Uhr fuhren wir los, nachdem wir gedumpt und Wasservorräte aufgefüllt hatten. Zunächst nochmal mit dem Camper durch Tromsø hindurch, ging es auf die Insel Kvaløya und von dort in das Örtchen Tromvik. Das Wetter wurde leider wieder schlechter, es regnete immer wieder.

Hinter Tromvik (bei Rekvik) hatten wir eine Wanderung geplant – auf den Brosmetinden. Diese Wanderung hatten wir im Netz gefunden – es sollte ein recht leichter Aufstieg mit tollem Blick über Fjord und Meer sein. Die Fahrt zum Trailhead (insbesondere das Stück hinter Tromvik) war allerdings sehr abenteuerlich – aus der ohnehin schon recht engen Straße wurde eine Gravelroad mit ziemlich üblen Schlaglöchern. Als wir am Trailhead ankamen, regnete es durchgängig. Außerdem war der Parkplatz mit Baufahrzeugen gefüllt, die gerade dabei waren, den Straßenbelag zu bearbeiten. Die fehlende Parkmöglichkeit und das schlechte Wetter hielt uns letztendlich von der Wanderung ab – es ging wieder zurück. Auch Tromvik schauten wir uns nicht an, dass hing mittlerweile total in Wolken. Der Ausflug war also nicht wirklich ein Erfolg. Trotz des schlechten Wetters konnte man aber sehen, wie schön die Landschaft auch hier wieder war.

Irgendwann kamen wir an den Erstfjordbotn, den man überall als Highlight findet. Aber auch das fiel für uns sprichwörtlich ins Wasser. Dauerregen und dicke Wolken/Nebel machten ihn ziemlich unattraktiv und so fuhren wir nur kurz vorbei und machten ein Alibifoto.

Jetzt ging es auf Kvaløya entlang – leider auch hier Regen. Trotzdem faszinierte uns die Herbstlandschaft. Wie schön muss das erst bei Sonne sein? Wir durchquerten Kvaloya auf der Nordseite von Ost nach West bis ans Ende. Irgendwann gelangt man an eine Brücke, die zur kleinen Insel Sommarøy hinüberführte. Hier ganz in der Nähe (Brensholmen) geht übrigens die Fähre nach Senja ab. Diese fährt leider nur bis 31.08. Über den Seeweg waren wir jetzt also der Insel Senja ganz nah. Wir hingegen hatten seit unserem Besuch auf Senja mehrere hundert Kilometer mit dem Camper zurücklegen müssen. Wir fuhren weiter nach Sommarøy.

Endlich hatte auch der Regen ausgesetzt und so entschieden wir uns, den Aussichtsberg der Insel zu erklimmen und quasi die am Morgen ausgefallene Wanderung nachzuholen. Wir parkten auf einem kleinen Parkplatz, wo man 50 NOK einwerfen muss. Von dort aus geht es steil nach oben, an einer felsigen Wand mit Seilen versichert. Die Seile waren teilweise aus der Verankerung gerissen, was unser Vertrauen nicht unbedingt stärkte, dazu der nasse Weg und die rutschigen Felsen machten die nur 220 HM recht anspruchsvoll. Immerhin wurden wir mit immer besseren Blicken auf die Insel belohnt und kurz vorm Gipfel kam sogar die Sonne raus. Herrlich!

Oben dann der Farbenrausch – gelb-roter Boden, graue Felsen, blauer Himmel, türkisfarbenes Meer – unglaublich schön. Wir konnten nach Kvaløya und sogar bis Senja rüber schauen. Wow! Sahen aber auch, wie an allen möglichen Stellen Regenschauer runtergingen. Da hatten wir wirklich Glück gehabt mit dem Wetter. Für den Weg runter konnte man zum Glück auch einen weniger steilen Pfad nutzen. Insgesamt war die Tour nur 4km lang, aber wirklich sehr lohnenswert.

Als wir wieder auf Meereshöhe waren, zeigte sich Sommarøy immer noch in schönstem Licht, ein echtes Highlight.

Wir fuhren das kleine Stück zurück über die Brücke nach Kvaløya. Direkt hinter der Brücke ist ein schöner Parkplatz mit toller Sicht übers Meer, den wir schon auf dem Hinweg entdeckt hatten. Hier blieben wir über Nacht.  Am Abend gab es sogar ein paar Polarlichter, allerdings nur ganz kurz und relativ schwach.

unser Tagestour als Map:



17.09.2020 (Do) – Von Sommarøy in Richtung Lofoten bei “Wind und Wetter”

Campingplatz StartParkplatz vor der Brücke nach Sommarøy
Campingplatz ZielGullesfjord Camping, Norwegen
gefahrene Kilometer372
Highlights:bis auf die Fahrtstrecke wenig, war ein Fahrtag...
Wetterzunehmend viel Regen und später auch sehr stürmisch

Es war an der Zeit, langsam wieder den Weg nach Süden einzuschlagen, wir wollten wieder zurück in Richtung Lofoten. Eilig hatten wir es nicht, die Wettervorhersage war nur mittelprächtig. Wir fuhren über Kvaløya zurück in der Hoffnung, ab und zu noch ein paar Sonnenstrahlen zu sehen, das klappte aber erstmal nicht. Trotzdem fuhren wir quer über die Insel, statt die südliche Küste entlang zu fahren, weil es dort eher landwirtschaftlich zugehen sollte.

Toll war die Landschaft trotz fehlender Sonne, irgendwann verließen wir Kvaløya durch den mautpflichtigen Rya-Tunnel (68 NOK) und fuhren danach noch eine Weile auf Nebenstraßen, die oft sehr schmal und auch nicht in bestem Zustand waren, bevor wir kurz vor Bardufoss wieder auf die E6 kamen.

In Bardufoss kauften wir Lebensmittel ein und einen vernünftigen Radschlüssel, um bei einem eventuellen weiteren Reifenwechsel besser equipped zu sein. Dann ging es die E6 entlang bis nach Bjerkvik (nördlich von Narvik), dort wurde getankt, es gab Würstchen an der Tanke und wir wechselten auf die E10. Windig war’s, sobald wir an in Küstennähe kamen wurde „stürmisch“ draus, dazu starker Regen, die Scheibenwischer waren schwer beschäftigt. Immer mal wieder blitzte trotzdem die Sonne raus, ein abwechslungsreicher Fahrtag.

Wir näherten uns den Lofoten, es ging durch ein paar Tunnel, dann hatten wir unser Tagesziel erreicht. Wegen der Sturmwarnung und des miesen Wetters wollten wir nicht freistehen, sondern nahmen einen Campingplatz, wir landeten in Gullensfjord. Der Platz lag nett zwischen Bergen und Wasser und der Besitzer beruhigte uns, dass wir uns wegen Sturm und Regen nicht allzu viel Sorgen machen sollten. Wir suchten uns einen Platz am Wasser und verbrachten den Abend mit Heizlüfter gemütlich im Camper.

Der Vorteil am Platz war, dass wir am nächsten Tag ohne große Umwege entscheiden konnten, ob’s auf die Vesteralen oder die Lofoten weitergehen sollte, denn der Platz lag direkt hinter der Kreuzung zwischen E10 und RV85.

unser Tagestour als Map:


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2 Kommentare

  1. Boah, Ulli, was für ein gigantischer Herbstfarbenrausch! Wunderschöne Bilder.

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