Reiseidee & Route
Im Spätsommer 2026 stand endlich wieder ein längerer Roadtrip nach Skandinavien auf dem Plan. Zwei Jahre war unsere letzte Reise in den hohen Norden her. Während 2024 der Schwerpunkt auf Schweden (+Nordkap) lag, wollten wir diesmal wieder mehr Zeit in Norwegen verbringen. Fünf Wochen sollten es diesmal sein – also wieder ausreichend Zeit, um auch in die nördlicheren Regionen vorzudringen. Einer der Reiseschwerpunkte sollte – soweit das Wetter mitspielt – der Kystriksveien, also die RV17 sein. Diesen hatten wir erstmals 2020 bereist, allerdings eher im „Schnelldurchlauf“, weil es uns damals irgendwie auf die Lofoten zog. Dieses Jahr wollten wir uns dafür mehrere Tage Zeit lassen. Auf dem Weg bis zum Kystriksveien wollten wir noch einige Highlights „mitnehmen“, die wir noch nicht kannten bzw. unbedingt nochmal wiederholen wollten. Offen ließen wir, wie weit wir im Norden fahren wollen, das wollten wir nach Lust, Wetter und Laune entscheiden, gleiches galt für den Rückweg.
Wie immer stand die Natur, das Fotografieren und das Wandern im Mittelpunkt.
Vor dem eigentlichen Urlaub legten wir – genau wie in 2024 – noch eine Arbeitswoche an der Ostsee in Laboe (Kieler Bucht) als „Workation“ ein, was die lange Anfahrt gut aufteilte. Außerdem gönnten wir uns seit Langem mal wieder die Fähre Kiel-Oslo als Urlaubseinstieg – sicher nicht die günstigste Möglichkeit, nach Norwegen zu kommen, aber vermutlich die komfortabelste und schnellste.
Letztendlich haben sich folgende Stationen auf den Weg in den Norden ergeben:
Nach Norden:
- 7 Tage (davon 4 Tage „Home“-Office) in Laboe mit Anreise über Soltau
- Fähre Kiel-Oslo
- 5 Tage Fjord- und Mittelnorwegen (Jotunheimen, Sognefjord, Romsdalen, Innerdalen)
- 8 Tage Kystriksvegen (mit Schwerpunkt Insel Leka, Insel Amoya)
- 3 Tage weiter nordwärts
- 9 Tage Vesteralen
Nach Süden:
Leider hatten wir an der nördlichsten Stelle unserer Reise großes Pech – unser Camper meldete einen Getriebeschaden. Auch ein Besuch einer Fiatwerkstatt in Sortland brachte keine nachhaltigen Erfolg und nach Recherche und Gesprächen mit der Werkstatt in Deutschland und Norwegen war klar, dass unsere Rückreise nicht so stattfinden kann wie geplant. Anstatt einer gemütlichen Rückfahrt über Schweden hieß es einen Rücktransport für uns und vor allem für unseren Camper über den ADAC zu organisieren. Für Eric und mich gings mit Bus & Flieger nach Hause, unser Camper kam einige Wochen später per LKW.
Camping
Camping in Skandinavien war auch in diesem Jahr wieder sehr unkompliziert. Man muss nichts vorreservieren, gerade zu dieser Jahreszeit war es überhaupt kein Problem, abends noch einen schönen Platz auf einem Stell- oder Campingplatz zu finden. Nicht selten waren wir (fast) allein.
Auffällig für uns war allerdings, dass die Preise gegenüber 2024 nochmals angezogen haben. Schon vor zwei Jahren hatten wir einen spürbaren Preissprung gegenüber der Vorjahre festgestellt, diesmal wieder.
Campingplätze in Norwegen kosteten fast immer zwischen 350 und 450 NOK. Durch den Verzicht auf Strom (der die nach Verbrauch sondern immer als Pauschale abgerechnet wird), konnten wir immerhin zusätzliche 50-80 NOK sparen.
Neben der Preissteigerung ist uns noch aufgefallen, dass öfter als früher die Rezeptionen abends unbesetzt waren. Man hat dann entweder per Überweisung, per Automat oder am nächsten Morgen bezahlt. Trotz Nebensaison haben wir sehr viele geöffnete Plätze erlebt.
Lage und Ausstattung der Plätze war auch in diesem Jahr wieder gut. Oft liegen die Plätze landschaftlich sehr reizvoll am Wasser.
Hier und da sind wir auch Stellplätze angefahren, die waren i.d.R. etwas günstiger, teilweise aber auch ohne jegliche Ausstattung.
Aufgrund des Abbruchs unserer Reise haben wir dieses Jahr nur Norwegen als Land erlebt und können nicht sagen, wie es in Schweden gewesen wäre.
Die schönsten Übernachtungsplätze waren für uns:
- Leka Camping, Kystriksvegen
- Amnes Camping Amoya, Kystriksvegen
- Mittnatsol Bleik, Vesteralen
- Campingplatz am Torghatten
- Freistehen auf dem Sognefjell
Unsere Route als Tabelle
| Tag | Datum | von | nach | Übernachtung | km | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 | 21.08.26 | Neu-Isenburg | Soltau | Wohnmobilstellplatz Soltau | 416 | |
| 0 | 22.08.26 - 27.08.26 | Soltau | Laboe | Camping Foerdeblick | 204 | |
| 1 | 28.08.26 | Laboe | Oslo | Fähre | 23 | |
| 2 | 29.08.26 | Oslo | Utladalen | Camping Utladalen | 298 | |
| 3 | 30.08.26 | Utladalen | Hafslo | Camping Hafslo | 77 | |
| 4 | 31.08.26 | Hafslo | Sognefjell | Boondocking Sognefjell | 83 | |
| 5 | 01.09.26 | Sognefjell | Andalsnes | Camping Andalsnes | 248 | |
| 6 | 02.09.26 | Andalsnes | Levanger | Stellplatz Levanger | 391 | |
| 7 | 03.09.26 | Levanger | Leka | Camping Leka | 244 | |
| 8 | 04.09.26 | Leka | Leka | Camping Leka | 0 | |
| 9 | 05.09.26 | Leka | Leka | Camping Leka | 0 | |
| 10 | 06.09.26 | Leka | Torghatten | Camping Torghatten | 109 | |
| 11 | 07.09.26 | Torghatten | Offersoy | Camping Offersoy | 54 | |
| 12 | 08.09.26 | Offersoy | Hinter Nesna | Stellplatz an der RV17 | 186 | |
| 13 | 09.09.26 | Hinter Nesna | Amnoya | Camping Anmnes | 121 | |
| 14 | 10.09.26 | Amnoya | Amnoya | Camping Anmnes | 0 | |
| 15 | 11.09.26 | Amnoya | Fauske | Stellplatz Fauske | 258 | |
| 16 | 12.09.26 | Fauske | Ulvsvag | Camping Ulvsag | 153 | |
| 17 | 13.09.26 | Ulvsvag | Ulvsvag | Camping Ulvsag | 0 | |
| 18 | 14.09.26 | Ulvsvag | Bleik | Mittnatsol Camping | 175 | |
| 19 | 15.09.26 | Bleik | Bleik | Mittnatsol Camping | 0 | |
| 20 | 16.09.26 | Bleik | Straume | Stellplatz Straume | 195 | |
| 21 | 17.09.26 | Straume | Hovden | Stellplatz Hovden | 46 | |
| 22 | 18.09.26 | Hovden | Nyksund | Stellplatz Nyksund | 120 | |
| 23 | 19.09.26 | Nyksund | Gyllesfjord | Camping Gyllesfjord | 176 | |
| 24 | 20.09.26 | Gyllesfjord | Sortland | Camping Sortland | 36 | |
| 25 | 21.09.26 | Sortland | Sortland | Camping Sortland + Hütte | 5 | |
| 26 | 22.09.26 | Sortland | Sortland | Camping Sortland + Hütte | 0 | |
| 27 | 23.09.26 | Sortland | Evenes | Hotel Evenes | 2 | |
| Evenes | Frankfurt | |||||
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