Bayrische Auszeiten 2025

Im Jahr 2025 hat es uns gleich mehrfach nach Bayern gezogen – in bekannte Gegenden, aber auch in Regionen, die wir bis dahin noch gar nicht auf dem Schirm hatten. Von diesen bayerischen Auszeiten möchten wir im Folgenden ein wenig berichten.



Frühling im Fränkischen Seenland & Oberbayern


Unsere erste Reise führte uns Mitte April ins Fränkische Seenland – eine Gegend, von der wir bis dahin ehrlich gesagt noch nie etwas gehört oder gelesen hatten. Darauf aufmerksam wurden wir erst, als wir ChatGPT nach einer Campingmöglichkeit zwischen Frankfurt und München gefragt hatten, idealerweise an einem See.
Und so fuhren wir am Ostersonntag nach Gunzenhausen an den Altmühlsee.

Dort hatten wir für sechs Tage gebucht – geplant war ein Mix aus Arbeit und Kurzurlaub, neudeutsch eine Workation. Basislager war der „Campingplatz Herzog“, direkt am Altmühlsee gelegen. Perfekt, um tagsüber zu arbeiten und morgens sowie abends die Natur zu genießen. Auch der nur wenige Radkilometer entfernte Ort Gunzenhausen ist sehr sehenswert. In der Umgebung liegen zudem weitere Seen wie der Große und der Kleine Brombachsee, die wir am Ostermontag mit dem Rad erkundeten.

Vom Frankenland ging es weiter nach München. Wir besuchten Ullis Schwester und Familie, erkundeten die Stadt per Rad und zu Fuß (Schloss Nymphenburg, Olympiapark, Englischer Garten, Innenstadt) und hatten mit einem Konzert des australischen Gitarristen Tommy Emmanuel ein besonderes Highlight.
Übernachtet haben wir vier Tage auf dem Campingplatz in Obermenzing, von dem aus man das Münchner Zentrum bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad erreicht.

Die dritte Station dieser Reise war die Gegend rund um den Walchensee. Über das verlängerte 1.-Mai-Wochenende hatten wir einen Platz auf dem schönen und beliebten „Campingplatz Walchensee“ direkt am See ergattert – gleich am ersten Tag der Platzöffnung. Im Vorfeld waren wir etwas skeptisch, wie das Wetter Ende April am Alpenrand wohl sein würde, wurden aber positiv überrascht: sonnig, warm – besser hätte es kaum sein können.

Wir schnürten mehrfach die Wanderstiefel. Am ersten Tag, quasi auf dem Anreiseweg, erklommen wir den Jochberg – ein einfacher Gipfel mit herrlicher Aussicht auf den Walchensee. Eine weitere Tour führte uns auf den Herzogstand und von dort über den aussichtsreichen Gratweg, gespickt mit schmalen Pfaden und kleinen Klettereinlagen, hinüber zum Heimgarten und anschließend wieder hinab ins Tal. Für Münchner ein Klassiker – für uns Premiere und ein ganz großartiges Erlebnis mit fantastischen Blicken auf Kochel- und Walchensee.
An den übrigen Tagen radelten wir einmal rund um den Walchensee (ca. 26 km) sowie gen Süden nach Krün an die Isar.

Was für eins schöner Kurzurlaub. 🙂



Herbst in den bayerischen Alpen


Im September stand eine weitere Camperreise in die bayerischen Alpen an – dieses Mal ins Allgäu. Obwohl die Sommerferien vorbei waren, staunten wir nicht schlecht, wie schwierig es war, überhaupt noch einen Stellplatz in Oberstdorf zu bekommen – und das nicht einmal ganz zum Wunschtermin.

Der Urlaubsstart erfolgte zunächst ganz entspannt auf dem Main-Spessart-Campingplatz nahe Wertheim (ca. eine Stunde von zu Hause entfernt), nachdem wir den Camper fertig gepackt hatten. Anschließend ging es weiter nach Kempten, wo wir den sehr neuen Wohnmobilstellplatz in der Stadt ausprobierten: top ausgestattet und zentrumsnah, allerdings am Nachmittag bereits komplett belegt.

Von dort aus starteten wir Richtung Allgäu, zunächst zu einer größeren Wandertour ins Kleinwalsertal, bevor es am Abend weiter auf den gebuchten Platz RubiCamp Oberstdorf ging. Auch wenn das Wetter nicht ganz so beständig war wie erhofft, unternahmen wir in den sechs Tagen zahlreiche Wander- und Radausflüge. Dank des im Campingplatz integrierten Bergbahntickets kombinierten wir viele Touren mit den – ansonsten recht teuren – Seilbahnen.

Einige unserer Touren:

  • Kleinwalsertal: Runde von Riezlern durchs Warmatsgundtal, Aufstieg zur Fiderepasshütte & Kuhgehrenspitze (13 km, 900 HM)
  • Oberstdorf: Vom Höfatsblick (Nebelhorn) übers Koblat zum Engeratsgundsee (12 km, 730 HM)
  • Oberstdorf: Radtour zum Christlesee (22 km, 270 HM)
  • Kleinwalsertal: Vom Walmendinger Horn über die Ochsenkopfscharte durchs Schwarzwassertal nach Hirschegg (16 km, 360 / 1.200 HM)
  • Oberstdorf: Fellhorn & Fellhorngrat (8,5 km, 540 HM)

Auf den Berghütten – und gelegentlich auch abends – ließen wir uns von der leckeren bayerischen Küche verwöhnen.

Von Oberstdorf führte uns die Reise weiter nach Bad Hindelang – nicht weit entfernt, aber für uns eine fast unentdeckte Wanderregion. Wir buchten uns für zwei Nächte auf dem Stellplatz der Stadt ein, nur wenige Gehminuten vom hübschen Ortszentrum entfernt und ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren.
Auf zwei Touren rund ums Imberger Horn und auf den Hirschberg erkundeten wir die Gegend. Im Vergleich zu Oberstdorf deutlich weniger überlaufen, landschaftlich aber ebenso reizvoll – hier kommen wir sicher noch einmal her.

Letzte Station war die Gegend um Füssen. Auch hier waren die Campingplätze stark ausgelastet: Hopfensee und Forggensee waren ausgebucht, am Bannwaldsee hatten wir schließlich Glück und ergatterten einen der letzten freien Plätze. Die Lage ist ideal – direkt am See und nur wenige Radkilometer von den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau sowie der Stadt Füssen entfernt.

Wir waren viel mit dem Rad unterwegs, unter anderem zum idyllischen Alatsee, und schnürten an einem Tag ein letztes Mal die Wanderstiefel: Zu Fuß ging es hinauf auf den Tegelberg – ein steiler Aufstieg, aber immer wieder belohnt mit herrlichen Ausblicken auf die zahlreichen Seen der Umgebung. Die meisten Besucher fahren mit der Seilbahn hinauf, wir können die Wanderalternative aber absolut empfehlen – übrigens auch für den Abstieg. (11 km, 920 HM)

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